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RE: Die "immer der Nase nach Tour"…

Und wieder mal klasse Fotos dabei, das Salz in der Tourbericht-Suppe, Respekt!

Ich bleib´ dran... 😉

RE: Eifel und Mosel Tour

Vielen Dank an den Win und den Wolfgang für die prompte Rückinfo. Ebenfalls notiert.

Sehr reizvolle Gegend, die ich von geschäftlichen Reisen kenne. Ob das mal mit dem Moped klappt? Wir werden sehen...

RE: Die "immer der Nase nach Tour"…

Sonntag, 15.09.19

Heute gilt es, Zeit aufzuholen. Ich habe nur Montag und Dienstag frei. Also geht es um 08:00 an den Start und ich bleibe fürs Erste bei der groben Richtung Westen, allerdings zunächst auf der Autobahn. Am Walensee und Zürichsee vorbei, dem Zugersee und auch noch zum Luzerner See. Was sollen die ganzen Seen hier? Ich will doch eigentlich Berge und Kurven...weswegen ich jetzt mal langsam Richtung Süden schwenke und bei Hergiswill die Autobahn verlasse. Bei einem Tschickstop

checke ich kurz auf der Karte die Optionen. Brünigpass, hört sich gut an. Also los, am Sarnersee vorbei und auch noch am Lungernersee. Langsam ist mal gut mit Seen... Leider habe ich den Ausflugsverkehr nicht bedacht und so schleiche ich in einer Horde schweizer Sonntagsfahrer den Pass hinauf; Überholen geht leider auf Grund von starkem Gegenverkehr nicht wirklich. Leicht grummelig schwimme ich dann mit der Blechlawine über das Pässchen runter zum - *Trommelwirbel* - Brienzersee. Also, Nase! So war das nicht ausgemacht! Immerhin weiß ich jetzt, was ich machen werde: nur noch einen See, nämlich den Thunersee muss ich mitnehmen, dann biege ich ab ins Simmental. Grobe Richtung: französisches oder italienisches Grenzgebiet.

Im Simmental lasse ich den langweiligen Jaunpass rechts liegen und fahre durch Richtung Château-d'Oex, wo ich noch vor kurzem auf der Route des Mosses aus der anderen Richtung kommend Spaß hatte. Kann man ja mal so machen. Mache ich nach einer kurzen Trink- und Tschickpause dann auch.

Im Wald unter mir spielt jemand auf einem Dudelsack "Amazing Grace". Unerwartet, aber sehr geil. Mein Applaus wird wohlwollend zur Kenntnis genommen, mein Musikwunsch "Enter Sandman" eher nicht. Egal. Die schnelle Strecke nach L’Etivaz hat mir beim letzten Mal schon das Grinsen ins Gesicht gezaubert. Klappt auch aus der anderen Richtung.
[Platzhalter Video Route des Mosses]

Am Col des Mosses hänge ich aber leider genau wie beim letzten Mal doch wieder im Verkehr, ein paar schöne Fotos für das schwarze Fotoalbum mit dem silbernen Knopf gehen sich dann aber doch noch aus.

Auf dem Weg runter nach Aigle ist weit vorne ein alter Studebaker unterwegs, der scheinbar auch etwas Öl verbrennt und aus der Entfernung riecht, wie die CBF von Thomas. Erinnert mich irgendwie an die Thüringen-Tour im Juni. Hach, olfaktorische Halluzinationen sind auch nicht schlecht. 😉

In Aigle ist dann die Nase wieder dran. Studebaker fährt rechts Richtung Fronkraisch. Mir reichts und ich biege links ab Richtung Italien. Ich habe da noch eine Rechnung mit dem großen St. Berhard offen, wo mich letztens ein Gewitter durch den Tunnel trieb. Also auf nach Martigny und von dort Richtung Bourg-Saint-Pierre.

Der Verkehr hat merklich nachgelassen und inzwischen macht das Fahren wieder Laune. Nur noch einen See muss ich heute passieren, den Lac des Toules, aber von dem bekomme ich kaum etwas mit, weil ich in der überbauten Vorstufe des St. Bernhard-Tunnels bin. Bei Bourg-Saint-Bernard biege ich ab auf den Pass. Yeah. Bis kurz vor der Passhöhe kann ich tatsächlich das tun, was ein Motorradfahrer tun muss. Dann bremst mich ein italienischer Bergaufbremser, den ich leider auch nicht überholen kann. Egal. Anstatt mich zu ärgen lasse ich den Dom in Kölle und schleiche einfach mit bis zur Passhöhe. Hilft eh nix.



Nach schnellem Aufkleberkauf fürs Topcase geht´s auch schon wieder weiter den Pass runter ins Aostatal und dieses Mal habe ich Glück und nur wenig und auch gut überholbaren Verkehr.


Unten angekommen sagt die Nase rechts erüm Richtung Fronkraisch und ich weiß auch schon, wo ich gerne den Abend und die Nacht verbringen möchte. Also auf nach Arvier und zum Hotel Ruitor, das ich schon getestet und für gut befunden habe. Nach einem Begrüßungs-Espresso drehe ich ein kleines Ründchen durch den verschlafenen Ort; beim letzten Mal war ich erst später am Abend und im Dunkeln unterwegs.





Ich verstehe zwar nicht ganz, warum man Hundekacke salzen sollte, liegt vielleicht aber auch an meinen nur rudimentären Kenntnissen der italienischen Sprache...

Es geht zurück ins Hotel und auf dem Rückweg sehe ich, dass das Restaurant, in dem ich beim letzten Besuch dieses göttliche Risotto kredenzt bekommen habe, leider Ferien macht. Schade. Eine Dusche später erkundige ich mich beim Herbergsvater nach einer Alternative und bekomme die Empfehlung, das direkt ums Eck befindliche "Le Vigneron" zu probieren und zu erwähnen, dass er mich geschickt hat. Gesägt, tun, getan! Gute Entscheidung.

Als kleine Vorspeise gab es Perciatelli mit Hummer

und als Hauptgericht ein Wildragout mit Polenta. Und was für einer Polenta! Hierzulande eher als leicht trockener Maisbrei bekannt, kam meine zwar vulkanheiss, aber superlecker mit einer Käsekruste, wunderbar cremig-käsig und hervorragend abgeschmeckt daher. Das Wildragout war auch vorzüglich und die Kombination von beidem war einfach zum Niederknien. Begleitet wurde das Ganze von einem nicht weniger hervorragenden Petite Arvine aus lokaler Produktion. Sehr zu empfehlen. Alles. 😉

Schon stark beglückt ordere ich noch einen Café und einen Grappa barrique, wurde weder vom einen, noch vom anderen enttäuscht und bekomme sogar noch hausgemachtes Süßwerk obendrauf. Da habe ich doch glatt sogar das nicht erhältliche Risotto verschmerzen können.

Der Moment der Abrechnung ist gekommen. Mein geschickt eingeflochtener Verweis auf die Empfehlung durch das Hotel bringt tatsächlich einen Diskonto von 10% auf die Gesamtrechnung, den ich aber als Trinkgeld direkt wieder drauflege, und leicht angeschickert, glücklich und zufrieden mache ich mich auf den langen, dreiminütigen Rückweg zum Hotel. Um Halb 10 ist es mir noch leicht zu früh fürs Bett, daher ordere ich auf der Terasse noch einen Schoppen vino de la casa. Nicht ganz so gut wie der Arvine von eben, aber trotzdem spritzig, fruchtig, gut und für €2,50 sicherlich ein kleines Schnäppchen.

Gegen 22:15 richte ich mich dann langsam häuslich im Bett ein, bleibe im TV bei Kung Fu Panda auf italienisch hängen, lache mich schlapp und lese anschließend noch ein halbes Stündchen, bis mich der Schlaf zu übermannen droht. Ich fühle mich wohl, mache das Licht aus und schlafe hervorragend bis um kurz vor Sieben am nächsten Morgen.

...to be continued...

 

RE: Die "immer der Nase nach Tour"…

Schmunzel, schmunzel......tbc

Die "immer der Nase nach Tour"…

Servas mitanand,

mein Sommerurlaub in diesem Jahr bestand leider hauptsächlich aus durch die Finger schauen und einem kurzen Wochenende mit der Familie in Südtirol - "leider", weil ich einfach nicht länger frei nehmen konnte, nicht wegen der Familie! Spaß in Südtirol hatte ich ja trotzdem. 😉

Trotz krankheitsbedingt weiterhin angespannter Personalsituation habe ich meinem Chef aber einfach mal seinen Kopf in die Selektivlötanlage gehalten und nachdrücklich Urlaub gefordert. Erstaunlicherweise hat er mir tatsächlich mal einen Montag und Dienstag genehmigt. Zusammen mit dem Wochenende also vier Tage am Stück für Kurvenräubern, Passvergnügen, gutes Essen, schnelle Mädels und schöne Motorräder. Auf geht´s!

Samstag, 14.09.19

Beim ersten Froschquaken in Nachbars Teich bin ich auf den Beinen und abfahrbereit. Sieht gar nicht mal schlecht aus!

Gut gelaunt verlasse ich mit Scarlett die heimische Tiefgarage. Dieses Mal gibt es keine Planung, einfach fahren. Garmin hilft nur grob bei der Orientierung anhand der Himmelsrichtungen.

Natürlich habe ich hier in meinem näheren Umkreis beinahe schon jeden Stein einmal umgedreht, deswegen geht es auf bekannten Pfaden erst zum Warmwerden durchs Appenzell in Richtung Westen. Bis mir kurz vor Sternenberg auf einmal beim Anbremsen die flackernde ABS-Kontrolleute ins Auge springt und Scarlett in einer Kurve ungewohnt über das Vorderrad schiebt. Ich bremse normalerweise, wenn ich nicht gerade in irgendwelchen Serpentinen oder engen Kehren unterwegs bin nur hinten, weil dank Combined ABS vorne zu 1/3 automatisch mitgebremst wird... normalerweise, wie gesagt. Heute leider nicht.

Kurzer Halt am Fahrbahnrand und Reboot bringen leider wieder nur eine blinkende ABS-Leuchte. Auch die russische Methode versagt. Ohne ABS ist schon blöd, deswegen Schwanz einkneifen und wie auf Eiern zurück über gut ausgebaute Land- und Schnellstraßen zu meinem Schrauber. Der ist natürlich um kurz nach 11:00 an einem Samstag alles andere als erfreut, lässt aber trotzdem alle anderen unwichtigen Arbeiten liegen und kümmert sich schnellstmöglich um kurz nach 14:00 um Scarlett. Eigentlich hat er schon Feierabend, ich habe inzwischen seinen Vorrat an Kapselkaffee vernichtet und seiner Tochter lüsterne Blicke zugeworfen. Behauptet zumindest er!

Nichtsdestotrotz bewahrheitet sich sich wieder Grundregel Nummer 1: wenn es irgendas elektronisches ist, wackel mal am Stecker. Bingo! Einmal raus, Kontaktspray drauf und wieder rein, schon leuchtet das blöde Lämpchen nicht mehr und und tatsächlich tut auch wieder alles, wie es soll.

Tochter vom Chef schreibt fünf Minuten nach kurz nach 14:00 eine Rechnung für eine Arbeitsstunde über €78,--. Ich lege €20,-- für eine Kiste Mohren (bei 25% Rabatt-Aktion) und zwei 10er Packungen Tschibo-Kapseln für die Kaffeemaschine auf den Tisch und meine "Stimmt so". Stimmt auch so. Trotzdem ist der Tourtag gelaufen.

Da ich nicht wirklich irgendwas geplant hatte, ist es nicht ganz so schlimm. Innerlich ersäufe ich Katzenbabies. Na ja, morgen ist auch noch ein Tag und dann lass ich es richtig krachen!

...to be continued...

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