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Verbindet eine rasante Motorradtour mit gemütlichen Picknicks in der Natur

Eine weitere tolle Strecke von Sachen nach Brandenburg, die eine rasante Motorradtour mit gemütlichen Picknicks in der Natur verbindet. Eine Teilstrecke der Fürstlichen Route, welche zwischen Elbe und Spree verläuft und unterwegs viele Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnisse parat hat. Diese 

Es gibt hierzu eine tolle Website mit mehr Touren, Infos und Einkehr- und Übernachtungstipps: https://fuerstliche-route.de

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

ICH BRAUCH FRISCHE LUFT – MÜHLBERG – DOBERLUG-KIRCHHAIN – 202 KILOMETER

Wir starten mit einem Frühstückspicknick auf Schloss Mühlberg. Noch müssen wir uns selbst etwas mitbringen. Das Schloss gehört seit Sommer 2018 einer Familie aus Mexiko. Sie planen, das Schloss zu sanieren und Gastronomie zu etablieren. Es lohnt sich also, in Abständen den Bauverlauf zu beobachten. Alternativ können wir unser Picknick auch im hiesigen Elbhafen nehmen. Direkt am Hafen gibt es einen schön gelegenen Wohnmobilstellplatz. Der ist ein bisschen versteckt und noch ein absoluter Geheimtipp. Wir rollen langsam über das Katzenkopf-Pflaster und genießen die Idylle.

 

Gut gestärkt geht’s ab, um vom Brandenburgischen ins Sächsische und zurück zu pendeln. Im rund 60 Kilometer entfernten Schönfeld besuchen wir den Park. Seit Anfang der 90er lassen Gartenbauarchitekten die knapp sieben Hektar große Anlage wieder in neuer Schönheit erstrahlen. Einst wurde der Park vom königlich sächsischen Gartenbaudirektor Max Bertram fürstlich umgestaltet. In vier Jahren hatte er ein Ensemble erreichtet, von dessen Glanz heute zum Glück wieder einiges zurückgekehrt ist. Der Park ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis und die Rhododendren erinnern ganz lebendig an diese Zeit.

Im und am Schloss finden sich Zeugnisse aller baugeschichtlichen Epochen seit dem 11. Jahrhundert. Wenn es eine nahezu fürstliche Hochzeit werden soll, im Schloss darf geheiratet werden und viele Paare pflanzen anschließend im Park ihren Liebesbaum.

 

Die Tour geht weiter nach Ortrand. Durch dieses Städtchen führt die Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen. So kommt es zu interessanten Schildern in Deutschlands ohnehin dichtem Schilderwald. Das Selfie zum Beweis ist schnell gemacht. Bei dieser Gelegenheit werden auch klassizistische Elemente an Häusern und Fassaden sichtbar. Johannes Heinrich Böhmig, Ortrands Baumeister des 19. Jahrhunderts hat seine Kunst beim berühmten Schinkel gelernt. Die Zeugnisse dafür existieren in der Altstadt noch, ein Hauch Fürstliches im Pragmatischen. Apropos, es wird Zeit über den Mittagstisch nachzudenken. Dafür geht’s weiter nach Gröden. Wir sind jetzt knapp 100 Kilometer unterwegs. Doch bevor wir uns im Landgasthof stärken, lädt der Heidebergturm ein. Willkommen zurück im Brandenburgischen. Die Grödener Berge sind mit rund 200 Höhenmetern die höchsten Erhebungen dieses Landstrichs. Der Turm aus Lärchenholz ist 34 Meter hoch. Es lohnt sich wirklich, die 162 Stufen zu erklimmen, um weit ins Land hinein schauen zu können. Von hier aus sieht man auch das Wintersportgebiet in weniger als einem Kilometer.. Der kleine Kringel hat sich gelohnt. Genauso schön für die Sinne ist der Rosengarten im Gut Saathain. Von Elsterwerda sind es fünf Kilometer zu fahren. Schneewittchen, Elisabeth und Elbeglut heißen nur drei der rund 6.000 Rosen in etwa 100 verschiedenen Sorten. Nach Elsterwerda und Bad Liebenwerda sind wir auch gleich in Uebigau mit seinem zum Schloss gewordenen Gutshaus und einer wunderschönen Parkanlage. Rund 150 Jahre alt ist das Gebäude, errichtet im Neobarock, mit Jugendstilelementen, Trauzimmer und Übernachtungsangeboten. In Uebigau-Wahrenbrück und der nahen Umgebung könnten wir auch unterschiedliche technische Denkmale sehen, Mühlen, Wasserkraftanlagen und Teile ehemaliger Brikettfabriken. Über Herzberg führt der Weg nach Schlieben, der vorletzten Station dieser Fürstlichen Tour. Nach Schlössern und fürstlichen Genüssen für alle Sinne fehlt eigentlich nur noch ein fürstlicher Tropfen aus dem nördlichsten Weinanbaugebiet der ältesten Stadt Brandenburgs. Bereits im 13. Jahrhundert begann man hier mit der Winzerkunst. Bacchus, Müller-Thurgau und Regent werden kultiviert. Die edlen Tröpfchen sind u.a. in der Touristinformation Drandorfhof erhältlich. Eingepackt und weiter geht’s. Doberlug-Kirchhain ist das Ziel dieser Tour, entweder am Eisbüfett derer von Leibnitz, in der Klosterschänke am Schloss Doberlug oder dort, wo einst der Waldwärter residierte, im Stübchen „Zur Waldhufe“.

 

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Alle Fotos von Andreas Franke, Franke Fotografie.

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