#1

Michael Janker

Obergünzburg, Deutschland

Grenzgeniale Erlebnisse in Österreich, Italien und Slowenien

Tag 1 der September Tour...

der heutige Tag dient eher der Anreise, also Kilometer machen... für Joachim sind das immerhin 120 km mehr als für mich. Wir treffen uns im Allgäu und kommen überpünktlich los, dies bei leichter Bewölkung. In der Nähe von Marktoberdorf treffen wir Manfred, der uns heute ein Stück begleiten wird.

Eine Sperrung der B 307 zum Sylvensteinspeicher zwingt uns über Tegernsee zu fahren, ist leider mit viel Verkehr verbunden - trotzdem ist die Gegend schön. Vorbei am Achensee kommen wir ins Inntal, hier biegt Manfred nach Westen ab und wir fahren weiter Richtung Gerlospass - viel Verkehr... also erst mal Kaffee und Topfenstrudel mit Vanillesoße zur Pause.

Wir sind schon ziemlich enttäuscht, dass wir die Gerlosstraße nicht mit Schwung nehmen können, es ist einfach zu viel los heute. Oben am Pass wirds dann aber deutlich besser, Pause machen und die Krimmler Wasserfälle aus der Ferne betrachten. Weiter Richtung Osten, wir wollen weiter durch das Zillertal... der Großglockner steht heute noch an.

Und der entschädigt trotz der 25,50€ Maut für den Rest des Tages - wir haben die Straße komplett für uns allein... also rauf und das mit fettem GS-Grinsen im Gesicht. @ Olli: ich weiß jetzt, was Du meinst 😉

Es ist etwas frisch mit 4° und Eiszapfen im Tunnel...

Aber die Luft ist genial und der Ausblick atemberaubend. Durch die Nebeldecke im Tal müssen wir dann auch durch - eine gespenstische, fast mystische Stimmung, aber irgendwie so was von genial zu fahren.

Kurz vor 19 Uhr erreichen wir den Sagritzer Wirt - unser Übernachtungsziel. Der Wirt sieht uns ankommen und fährt sofort einen seiner Oldtimer aus der Garage - die Mopeds stehen heute Nacht auf Teppichboden in der beheizten Garage zwischen einigen alten Mopeds und VW Käfern. Da wir die einzigen Gäste sind ist die Auswahl in der urgemütlichen Stube eher klein - aber die von der Wirtin für uns gemachten Kärntner Fleischkrapfen mit Kraut sind super!

Noch mit Hopfentee nachgespült und den Tag noch mal vorüberziehen lassen... "schee wars". Wir freuen uns schon auf Samstag...

PS: wer sich jetzt fragt, warum ich so viel in so kurzer Zeit schreiben kann - ich habe jeden Abend bzw. am Morgen schon erste Sätze in mein Tablet rein getackert... da hab ich das jetzt zur Hand 😉

Beste Bikergrüße, Michi

#2

Michael Janker

Obergünzburg, Deutschland

Tag 2 der September Tour

los geht's nach einer eher unruhigen Nacht mit Feuerwehr Sirenen und Co... wie wir beim Frühstück erfahren ist in der Nacht oberhalb der Pension ein Bauernhof komplett niedergebrannt. Gott sei Dank wurde niemand verletzt, trotzdem unschön…

Auch das Wetter ist eher bedeckt und so geht's entspannt Richtung Millstätter See. Dort treffen wir auf 3 Taucher die mit speziellen Atemgeräten abtauchen wollen - ob Jo das auch will?

Erstes Highlight des Tages, der Nassfeldpass - nix los, freie Straßen - also ab die Post und rauf auf den Berg 😉 einzig der Straßenbelag erfordert erhöhte Aufmerksamkeit.

Auf der italienischen Seite wieder runter und auf breiten, unspektakulären Straßen nach Slowenien. Die Landschaft hat sich geändert und bei mittlerweile sonnigem Wetter macht auch das gemütliche Cruisen richtig Spaß. Kranjiska Gora streifen wir kurz nach der Grenze zu Slowenien - wir wollen auf den Vršičpass.

Der ist das eigentliche heutige Highlight - auch hier wieder kaum Verkehr, dafür Knaller Straße mit Kehren aus Kopfsteinpflaster. Umrahmt von Bergen geht es immer weiter nach oben auf den Sattel. Hier scheint die GS ihrem Element zu sein. Vollkommen souverän bringt sie uns die durchaus anspruchsvolle Straße nach oben. Alter, was für ein Spaß das doch macht…

Wir machen einen Abstecher nach Trenta - ist eine Sackgasse, führt in den Nationalpark Triglav - jetzt müssen wir beide zeigen, ob wir auch Schotter können - und Ja, wir können 😉

Ja, Jo - die Maschinen sind mittlerweile auch etwas dreckig geworden.

Wir fahren weiter Richtung Süden und in das Soca-Tal. Wow... was für eine Landschaft und auch die Straße entlang der Soca ist super.

Nach einem Trip durch den Wald 😉 gelangen wir nach Nova Gorica und erreichen unser Hotel - eine ehemalige Bergbahnstation mit geiler Terrasse und Ausblick auf die Solkan Brücke.

Nach mehr als 300 KM sind wir echt happy und auch das Stiefelbier ist kalt und schmeckt 😉 im Kopf sind wir schon beim nächsten Tag - die slowenische Grenzkammstrasse und der Mangart sind die Ziele des Vormittags.

#3

Michael Janker

Obergünzburg, Deutschland

Heute Morgen los bei richtig schönem Herbstwetter, vor 08:00 schon auf dem Bike und dem ersten Ziel des Tages entgegen - die slowenische Grenzkammstraße. Leute, was ist das geil... so tolle Straßen, Ausblicke so was hast du noch nicht gesehen und nix los. Erst als nach vielen Kilometern mal ein Auto kam sind wir richtig erschrocken und haben gemerkt, dass wir nicht alleine sind.

Als wir beide mal wieder den Ausblick genießen, stellen wir fest: egal wie viele Bilder man macht oder Berichte schreibt, die Stimmung und was gerade erleben, kann man nicht beschreiben – es ist einfach nur genial und wird sich in unseren Köpfen einbrennen!

Dann in Kobarid ein zweites Frühstück eingelegt - das musste einfach sein. Typisch ich: wir stehen vor dem Cafe und ich frage den Nachbarn wo wir was zum Frühstücken herkriegen...

Frisch gestärkt geht es ans Werk - ab Richtung Mangart - tolle Straßen im Socatal... immer am Fluss lang und irgendwann hoch. An der Abzweigung steht ein komisches Schild (roter Kreis mit weißem Inhalt, was das wohl ist...), wir fahren mal weiter... von oben kommen Biker - einer schüttelt den Kopf... ich auch. Vielleicht grüßt man hier ja so - wer weiß.

Die Straße schraubt sich nach oben, Kurve an Kurve an Kehre - und dann der Ausblick, kann man nicht beschreiben. Irgendwann geht es durch diverse Tunnel und dann das: Schnee! An sich kein Problem, aber das war dann doch zu viel - 30 cm Straße und rechts der Abgrund - nein Danke, müssen wir uns nicht geben. Jetzt versteh ich auch das Schild 😉

Also zurück - aber mit dem Wissen wir kommen wieder, weil wir wollen da doch ganz rauf 😉 Somit touren wir gemütlich Richtung Italien, über den Predilpass und vorbei am Predilsee - ziemlich viel Wind hier, aber trocken!

Sauris lautet das nächste Etappenziel, welches wir am frühen Nachmittag nach einer weiteren genial kurvenreichen Strecke erreichen. Das Wetter hat sich eingetrübt, aber wir bleiben trocken – von ein paar Tropfen abgesehen. Zur Belohnung gibt es Kaffee und Kuchen 😉 die Leute in dem Café sind super nett und nennen uns gleich mal noch interessante Ziele für die Weiterfahrt.

Wir nehmen nun die letzten Kilometer des Tages unter die Räder. Eine Baustelle nach Sauris macht das Fahren tricky – es schmiert und hat Löcher im Boden 😢

Wenig spektakulär, aber trotzdem cool immer weiter Richtung Westen. In Cibiana sehen wir einige Malereien an den Hauswänden, das scheint hier etwas besonderes zu sein. Wir bleiben aber nicht stehen – es wird zunehmend neblig – und so geht es geht rauf auf den Passo Cibiano, genauer gesagt in die "Hütte" Baita Deona - hier ist unser Quartier.

Tolle Zimmer mit genialem Blick aus dem Fenster... Abendessen und ein kühles Blondes... erschöpft, aber happy.

Wir freuen uns schon auf morgen 😉

#4

Michael Janker

Obergünzburg, Deutschland

Tag 4 der September Tour

Pässe ohne Ende und Kurven im Überfluss... anders kann man den heutigen Tag nicht beschreiben. Start am Passo Cibiano, dann Passo Duran, Passo Cereda, Passo Brocon...

Wir kommen nach Caldonazzo und dann aber ab in die Berge. Über die Kaiserjägerstrasse und den Vezzena-Sattel absolutes Highlight, wobei die ganze Runde durch die „Hochebenen der sieben Gemeinden“ einfach nur der Hammer schlechthin war.

Valbona-Scharte und Passo Coe – dann rauf auf den Sommopass und zurück Richtung Caldonazzo. Diese Strecke ist übrigens auch im Denzel Ostalpen beschrieben – Tour Nr. 66 – mir ist jedenfalls das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht gegangen – hauptsächlich zwischen Sommopass und Caldonazzo…

Ein Highlight dann noch mittendrin: warum fährt man mit einem LKW auf für LKW gesperrten Straßen und nimmt dann die Kehre zu eng? Naja, so hatten wir wenigsten was zu schauen...

Nach dem ganzen Kurvenfahren und dem rauf und runter sind die restlichen Kilometer wieder etwas entspannter – noch kurz Benzin für den nächsten Tag und leider auch schon dem Wissen: morgen geht’s schon wieder heim…

Das Wetter war heute morgen zwar trüb, hast sich aber im Laufe des Tages deutlich verbessert und heute Abend sind wir in Mezzocorona bei an die 20° in die nächste Pizzeria gelaufen 😉

 

#5

Michael Janker

Obergünzburg, Deutschland

Tja und dann kam die Dusche... ein letzter Blick über die Felder...

nach dem Frühstück mit Kaffee und dem Abwägen von Routen welche sich am Regenradar orientieren ging's los - wir nehmen den Reschenpass und lassen das Timmelsjoch sein. Zäh gehen die ersten beiden von vielen Stunde vorüber - viel, viel Rückreiseverkehr.

Und dann kam das Wasser und zwar richtig - wir mussten wohl an die 2 Stunden durch den Regen. Erst ab Imst hatte der Wettergott ein Einsehen und gab uns die Chance das Hahntennjoch wenigstens ohne Wolkenbruch zu überqueren. Durchs Lechtal dann Richtung Fernpass und ab nach nach Hause.

Ich bin in Füssen bereits abgebogen und Joachim die A7 weiter rauf. Trocken sind wir wohl beide nicht geblieben - aber egal - was ist schon ein halber Tag Regen im Vergleich zu dem was wir erlebt haben...

😉 😉 😉

Ich fand die Tour einfach nur genial und Joachim und ich haben wirklich gut zusammen harmoniert - deshalb an dieser Stelle Danke an Dich, Jo - wie schon an anderer Stelle geschrieben: sofort und jederzeit wieder!

Viel Spaß Euch beim Lesen - und wenn es geht: fahrt mal nach Slowenien, denn das lohnt sich!

Beste Bikergrüße, Michi

#6

Dieter Kössl

Oberhausen, Deutschland

Hallo Michi,

einfach nur gut, danke für deine tolle Beschreibung und die super Fotos.

(also rauf und das mit fettem GS-Grinsen im Gesicht )  mceclip0.png

 

LzG Dieter

#7

Joachim Greiner

Salach, Deutschland

Hallo Michi, ich muss sagen, dass das ein genialer Bericht über unsere Tour ist. Auch ich war von dem Wochenende mindestens so begeistert wie du. Was für mich zusätzlich top war, war deine Vorbereitung und Organisation, die ebenfalls genial war, denn hier ließ ich mich einfach überraschen. Auch hier nochmals ein Danke für das Wochenende.

Jederzeit wieder.

Jo

#8

Markus Volk

Esslingen-Zell, Deutschland

Jungs, ich beneide euch echt um das gute Wetter und die Eindrücke, die ihr erlebt habt!

Hoffentlich klappt es nächstes Jahr mal mit uns, einer ähnlichen Tour und einem funktionierenden Motorrad.

 

LzG Markus


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Markus Volk« (04.10.2017, 22:06)

Hallo Michi und Joachim,

toller Tourbericht. Hört sich nach einer Menge Spaß an 🙂

Ja ein Tourbericht und die Bilder können meist nur ein Bruchteil dessen beschreiben was man selbst erlebt und gesehen hat. Doch zum Appetit anregen oder Ideen sammeln ist es immer wieder ein Spaß Berichte anderer zu lesen. 

 

Gruß Joachim


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Joachim Koppenhöfer« (05.10.2017, 03:23)

 Toller Bericht, weiter so! 😉

 

#11

Wolfgang Sommer

Wesseling, Deutschland

Ein ganz toller Bericht mit sehr schönen Fotos. Hast du noch die Route auf dem Navi oder PC und die Daten der Unterkünfte?? Wenn ja, bitte einstellen. Evtl. sind wir nächstes Jahr in der Gegend. Danke vorab.

VG Wolfgang

#12

Michael Janker

Obergünzburg, Deutschland

Servus Wolfgang,

die Touren findest Du hier:

https://community.kurvenkoenig.de/forum/gemeinschaftl_reisentouren/septembertour-1896?p=2#post15824

Übernachtungen jeweils EZ mit Frühstück:

  • Freitag auf Samstag: Sagritzer Wirt - Sagritz 31 - 9843 Großkirchheim / 49,50€ pro Nase
  • Samstag auf Sonntag: Guest Accommodation Primula - Soška cesta 40 - 5250 Nova Gorica / 45€ pro Nase
  • Sonntag auf Montag: Baita Deona - Via Pianezze 61/i Passo Cibiana - 32040 Cibiana / 44€ pro Nase
  • Montag auf Dienstag: Antico Fienile Agritur - Via dei Camorzi 17 - 38016 Mezzocorona / 49€ pro Nase

Beste Bikergrüße, Michi

#13

Bernd Meth

Pommertsweiler, Deutschland

Hallo Michi & Jo

Ich sehe jetzt noch euer Grinsen im Gesicht, da kann man nur neidisch werden.

Ein toller Bericht mit vielen schönen Bildern. Das Wochenende werdet ihr so schnell

nicht vergessen. Super

Gruss: Bernd

#14

Dietmar Kohler

Seckach, Deutschland

 Da kann man nur neidisch die Bilder anschauen und Euch zu Euren tollen Tour beglückwünschen.

#15

Manfred Müller

Ostallgäu, Deutschland

Servus, Ihr beiden,

tja, was soll ich sagen: Denke mal, ich bin wirklich zu früh abgebogen. 😞

Vielen Dank für den Reisebericht und die vielen Fotos, sehr gut gemacht, Daumen hoch! 👍

Bikergruß aus dem Ostallgäu, Manfred

#16

Michael Janker

Obergünzburg, Deutschland

so und ein paar bewegte Bilder hab ich auch noch 😉 die Kaiserjägerstrasse

#17

Holger Wippich

Hamburg, Deutschland

Hallo Michi tolle Bilder super kommentiert wie alle deine Beiträge die du ins Forum setzt.

Gruß Holger

 

 

#18

Michael Janker

Obergünzburg, Deutschland

Danke Holger 😉 immer wieder gerne...

Beste Bikergrüße, Michi

#19

Dirk Werner

Deutschland

cooler Bericht:) und nette Bilder! Danke dafür

#20

Lutz Ingenrieth

Bedburg-Hau, Deutschland

Das macht wirklich Lust auf Nachfahren! Top! Alleine die Bilder sind schon der Hammer! Live wahrscheinlich noch einen tacken besser! Dazu toll geschrieben! 

 

Vielen Dank, dass wir teilhaben durften! 😉

 

Gruß Lutz

731 Aufrufe | 21 Beiträge