#1

Èrdna

Österreich

Wie so oft kommt es anders, als ungeplant

Servas mitanand,

mein Sommerurlaub in diesem Jahr bestand leider hauptsächlich aus durch die Finger schauen und einem kurzen Wochenende mit der Familie in Südtirol - "leider", weil ich einfach nicht länger frei nehmen konnte, nicht wegen der Familie! Spaß in Südtirol hatte ich ja trotzdem. 😉

Trotz krankheitsbedingt weiterhin angespannter Personalsituation habe ich meinem Chef aber einfach mal seinen Kopf in die Selektivlötanlage gehalten und nachdrücklich Urlaub gefordert. Erstaunlicherweise hat er mir tatsächlich mal einen Montag und Dienstag genehmigt. Zusammen mit dem Wochenende also vier Tage am Stück für Kurvenräubern, Passvergnügen, gutes Essen, schnelle Mädels und schöne Motorräder. Auf geht´s!

Samstag, 14.09.19

Beim ersten Froschquaken in Nachbars Teich bin ich auf den Beinen und abfahrbereit. Sieht gar nicht mal schlecht aus!

Gut gelaunt verlasse ich mit Scarlett die heimische Tiefgarage. Dieses Mal gibt es keine Planung, einfach fahren. Garmin hilft nur grob bei der Orientierung anhand der Himmelsrichtungen.

Natürlich habe ich hier in meinem näheren Umkreis beinahe schon jeden Stein einmal umgedreht, deswegen geht es auf bekannten Pfaden erst zum Warmwerden durchs Appenzell in Richtung Westen. Bis mir kurz vor Sternenberg auf einmal beim Anbremsen die flackernde ABS-Kontrolleute ins Auge springt und Scarlett in einer Kurve ungewohnt über das Vorderrad schiebt. Ich bremse normalerweise, wenn ich nicht gerade in irgendwelchen Serpentinen oder engen Kehren unterwegs bin nur hinten, weil dank Combined ABS vorne zu 1/3 automatisch mitgebremst wird... normalerweise, wie gesagt. Heute leider nicht.

Kurzer Halt am Fahrbahnrand und Reboot bringen leider wieder nur eine blinkende ABS-Leuchte. Auch die russische Methode versagt. Ohne ABS ist schon blöd, deswegen Schwanz einkneifen und wie auf Eiern zurück über gut ausgebaute Land- und Schnellstraßen zu meinem Schrauber. Der ist natürlich um kurz nach 11:00 an einem Samstag alles andere als erfreut, lässt aber trotzdem alle anderen unwichtigen Arbeiten liegen und kümmert sich schnellstmöglich um kurz nach 14:00 um Scarlett. Eigentlich hat er schon Feierabend, ich habe inzwischen seinen Vorrat an Kapselkaffee vernichtet und seiner Tochter lüsterne Blicke zugeworfen. Behauptet zumindest er!

Nichtsdestotrotz bewahrheitet sich sich wieder Grundregel Nummer 1: wenn es irgendas elektronisches ist, wackel mal am Stecker. Bingo! Einmal raus, Kontaktspray drauf und wieder rein, schon leuchtet das blöde Lämpchen nicht mehr und und tatsächlich tut auch wieder alles, wie es soll.

Tochter vom Chef schreibt fünf Minuten nach kurz nach 14:00 eine Rechnung für eine Arbeitsstunde über €78,--. Ich lege €20,-- für eine Kiste Mohren (bei 25% Rabatt-Aktion) und zwei 10er Packungen Tschibo-Kapseln für die Kaffeemaschine auf den Tisch und meine "Stimmt so". Stimmt auch so. Trotzdem ist der Tourtag gelaufen.

Da ich nicht wirklich irgendwas geplant hatte, ist es nicht ganz so schlimm. Innerlich ersäufe ich Katzenbabies. Na ja, morgen ist auch noch ein Tag und dann lass ich es richtig krachen!

...to be continued...

#2

Michael

Deutschland

Schmunzel, schmunzel......tbc

#3

Èrdna

Österreich

Sonntag, 15.09.19

Heute gilt es, Zeit aufzuholen. Ich habe nur Montag und Dienstag frei. Also geht es um 08:00 an den Start und ich bleibe fürs Erste bei der groben Richtung Westen, allerdings zunächst auf der Autobahn. Am Walensee und Zürichsee vorbei, dem Zugersee und auch noch zum Luzerner See. Was sollen die ganzen Seen hier? Ich will doch eigentlich Berge und Kurven...weswegen ich jetzt mal langsam Richtung Süden schwenke und bei Hergiswill die Autobahn verlasse. Bei einem Tschickstop

checke ich kurz auf der Karte die Optionen. Brünigpass, hört sich gut an. Also los, am Sarnersee vorbei und auch noch am Lungernersee. Langsam ist mal gut mit Seen... Leider habe ich den Ausflugsverkehr nicht bedacht und so schleiche ich in einer Horde schweizer Sonntagsfahrer den Pass hinauf; Überholen geht leider auf Grund von starkem Gegenverkehr nicht wirklich. Leicht grummelig schwimme ich dann mit der Blechlawine über das Pässchen runter zum - *Trommelwirbel* - Brienzersee. Also, Nase! So war das nicht ausgemacht! Immerhin weiß ich jetzt, was ich machen werde: nur noch einen See, nämlich den Thunersee muss ich mitnehmen, dann biege ich ab ins Simmental. Grobe Richtung: französisches oder italienisches Grenzgebiet.

Im Simmental lasse ich den langweiligen Jaunpass rechts liegen und fahre durch Richtung Château-d'Oex, wo ich noch vor kurzem auf der Route des Mosses aus der anderen Richtung kommend Spaß hatte. Kann man ja mal so machen. Mache ich nach einer kurzen Trink- und Tschickpause dann auch.

Im Wald unter mir spielt jemand auf einem Dudelsack "Amazing Grace". Unerwartet, aber sehr geil. Mein Applaus wird wohlwollend zur Kenntnis genommen, mein Musikwunsch "Enter Sandman" eher nicht. Egal. Die schnelle Strecke nach L’Etivaz hat mir beim letzten Mal schon das Grinsen ins Gesicht gezaubert. Klappt auch aus der anderen Richtung.
[Platzhalter Video Route des Mosses]

Am Col des Mosses hänge ich aber leider genau wie beim letzten Mal doch wieder im Verkehr, ein paar schöne Fotos für das schwarze Fotoalbum mit dem silbernen Knopf gehen sich dann aber doch noch aus.

Auf dem Weg runter nach Aigle ist weit vorne ein alter Studebaker unterwegs, der scheinbar auch etwas Öl verbrennt und aus der Entfernung riecht, wie die CBF von Thomas. Erinnert mich irgendwie an die Thüringen-Tour im Juni. Hach, olfaktorische Halluzinationen sind auch nicht schlecht. 😉

In Aigle ist dann die Nase wieder dran. Studebaker fährt rechts Richtung Fronkraisch. Mir reichts und ich biege links ab Richtung Italien. Ich habe da noch eine Rechnung mit dem großen St. Berhard offen, wo mich letztens ein Gewitter durch den Tunnel trieb. Also auf nach Martigny und von dort Richtung Bourg-Saint-Pierre.

Der Verkehr hat merklich nachgelassen und inzwischen macht das Fahren wieder Laune. Nur noch einen See muss ich heute passieren, den Lac des Toules, aber von dem bekomme ich kaum etwas mit, weil ich in der überbauten Vorstufe des St. Bernhard-Tunnels bin. Bei Bourg-Saint-Bernard biege ich ab auf den Pass. Yeah. Bis kurz vor der Passhöhe kann ich tatsächlich das tun, was ein Motorradfahrer tun muss. Dann bremst mich ein italienischer Bergaufbremser, den ich leider auch nicht überholen kann. Egal. Anstatt mich zu ärgen lasse ich den Dom in Kölle und schleiche einfach mit bis zur Passhöhe. Hilft eh nix.



Nach schnellem Aufkleberkauf fürs Topcase geht´s auch schon wieder weiter den Pass runter ins Aostatal und dieses Mal habe ich Glück und nur wenig und auch gut überholbaren Verkehr.


Unten angekommen sagt die Nase rechts erüm Richtung Fronkraisch und ich weiß auch schon, wo ich gerne den Abend und die Nacht verbringen möchte. Also auf nach Arvier und zum Hotel Ruitor, das ich schon getestet und für gut befunden habe. Nach einem Begrüßungs-Espresso drehe ich ein kleines Ründchen durch den verschlafenen Ort; beim letzten Mal war ich erst später am Abend und im Dunkeln unterwegs.





Ich verstehe zwar nicht ganz, warum man Hundekacke salzen sollte, liegt vielleicht aber auch an meinen nur rudimentären Kenntnissen der italienischen Sprache...

Es geht zurück ins Hotel und auf dem Rückweg sehe ich, dass das Restaurant, in dem ich beim letzten Besuch dieses göttliche Risotto kredenzt bekommen habe, leider Ferien macht. Schade. Eine Dusche später erkundige ich mich beim Herbergsvater nach einer Alternative und bekomme die Empfehlung, das direkt ums Eck befindliche "Le Vigneron" zu probieren und zu erwähnen, dass er mich geschickt hat. Gesägt, tun, getan! Gute Entscheidung.

Als kleine Vorspeise gab es Perciatelli mit Hummer

und als Hauptgericht ein Wildragout mit Polenta. Und was für einer Polenta! Hierzulande eher als leicht trockener Maisbrei bekannt, kam meine zwar vulkanheiss, aber superlecker mit einer Käsekruste, wunderbar cremig-käsig und hervorragend abgeschmeckt daher. Das Wildragout war auch vorzüglich und die Kombination von beidem war einfach zum Niederknien. Begleitet wurde das Ganze von einem nicht weniger hervorragenden Petite Arvine aus lokaler Produktion. Sehr zu empfehlen. Alles. 😉

Schon stark beglückt ordere ich noch einen Café und einen Grappa barrique, wurde weder vom einen, noch vom anderen enttäuscht und bekomme sogar noch hausgemachtes Süßwerk obendrauf. Da habe ich doch glatt sogar das nicht erhältliche Risotto verschmerzen können.

Der Moment der Abrechnung ist gekommen. Mein geschickt eingeflochtener Verweis auf die Empfehlung durch das Hotel bringt tatsächlich einen Diskonto von 10% auf die Gesamtrechnung, den ich aber als Trinkgeld direkt wieder drauflege, und leicht angeschickert, glücklich und zufrieden mache ich mich auf den langen, dreiminütigen Rückweg zum Hotel. Um Halb 10 ist es mir noch leicht zu früh fürs Bett, daher ordere ich auf der Terasse noch einen Schoppen vino de la casa. Nicht ganz so gut wie der Arvine von eben, aber trotzdem spritzig, fruchtig, gut und für €2,50 sicherlich ein kleines Schnäppchen.

Gegen 22:15 richte ich mich dann langsam häuslich im Bett ein, bleibe im TV bei Kung Fu Panda auf italienisch hängen, lache mich schlapp und lese anschließend noch ein halbes Stündchen, bis mich der Schlaf zu übermannen droht. Ich fühle mich wohl, mache das Licht aus und schlafe hervorragend bis um kurz vor Sieben am nächsten Morgen.

...to be continued...

 


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Èrdna« (18.09.2019, 20:57)
#4

Manfred

Deutschland

Und wieder mal klasse Fotos dabei, das Salz in der Tourbericht-Suppe, Respekt!

Ich bleib´ dran... 😉

#5

Èrdna

Österreich

Montag, 16.09.2019

Ein weiterer spätsommerlicher Biketag steht an und Scarlett scharrt schon wieder mit den Hufen.

Erstmal heißt es für mich aber pünktlich um 08:00 die Koffeinzufuhr starten und ein klassisches italienisches Frühstück genießen. Klassisch italienisch bedeutet: viel süß, aber zum Glück ist auch für guten Käse und Schinken gesorgt. Leider dieses Mal nicht am Start: das tolle Walnussbrot vom letzten Mal. Der Bäcker macht vermutlich wie die Hälfte des Örtchens gerade Urlaub. Schade, aber kein Beinbruch.

Mein Kaffeedurst treibt den Kellner leicht zur Verzweiflung, es gibt halt nur kleine Tassen - und die ziehe ich fast auf Ex - und er muss immer wieder zur Kaffeemaschine laufen und Nachschub ranschaffen. Das ist zwar nicht ganz so durchdacht organisiert, aber es ist zum Glück kaum was los und ich bin aktuell der einzige Gast im Frühstücksraum. Nach der fünften Tasse ist es aber für den armen Kerl durchgestanden und ich zahle faire €45,-- für ein sauberes Zimmer mit eigenem Bad und vor allem einem hervorragendem Bett.

Um Punkt 08:45 wird ̶z̶̶u̶̶r̶̶ü̶̶c̶̶k̶̶g̶̶e̶̶s̶̶c̶̶h̶̶o̶̶s̶̶s̶̶e̶̶n̶ aufgesattelt und es gilt noch, Scarlett ebenfalls ihr Lebenselexir zuzuführen. Das mache ich gleich irgendwo auf dem Weg in Richtung Mont Blanc, noch ist der Tank nicht ganz leer. Nach knappen 10km liegt er dann auch in seiner ganzen Pracht vor mir, soviel Blanc ist allerdings aktuell auch nicht übrig. Vielleicht auf der anderen Seite, das werde ich dann später wohl sehen.

In Morgex kapere ich die Zapfsäule und gebe Scarlett eine ordentliche Ladung Super. Vor Aufregung lasse ich fast meinen Tankrucksack liegen, ich kann es kaum erwarten, denn aus dem Augenwinkel habe ich am Kreisel kurz vor der Tankstelle ein kleines Schild gesehen: Colle de San Carlo. War da nicht mal irgendwas mit der Tour de France? Colle kann auf italienisch mit "Hügel" übersetzt werden, auf französisch könnte es aber auch "Kleber" bedeuten. Naheliegend ist natürlich eher der "Col", was "Pass" bedeutet. Klebender San Carlo scheidet vermutlich aus, also riskiere ich mein Glück. Und werde belohnt. Kurvöööön! Und eine tolle Waldstrecke, wenn auch die Sonne leider etwas tief steht und teilweise arg blendet. Also noch das Sonnenvisier vor die Sonnenbrille gefahren, passt schon.

 
Das war ja mal ein guter Start in den Tag. Leicht geflasht biege ich bei La Thuile rechts ab und rauche eine Tschick "danach". Oder auch davor, je nachdem...


...denn nun liegt auch schon der Col du Petit Saint-Bernard vor mir. Wahnsinn. Hatte ich schon Kurvööön! gesagt? Egal ob ja oder nein, hier gibts noch mehr davon. Auf der Passhöhe entere ich noch auf italienischer Seite den einzig offenen Laden und frage nach einem Aufkleber. Natürlich haben sie einen, er wechselt für erstaunlich günstige €1,50 den Besitzer und wird direkt angepappt. Ein, zwei Fotos müssen natürlich auch noch sein.

 
Und weiter geht der wilde Ritt, am Ortseingang von La Rosière ist die Rennleitung am Start, behelligt mich aber nicht. Die Kollegen sind auch durch neongelbe Warnwesten schon aus mehr als einem Kilometer zu erkennen und nach der Episode mit der heimischen Rennleitung hinter Sölden letztens bin ich etwas vorsichtiger. Hier in Fronkraisch gilt auf Landstraßen immerhin auch "nur" Tempo 80.
 
Über Le Châtelard, diverse andere Le´s und La Thuile geht die fröhliche Reise weiter zum Lac du Chervil. Endlich mal wieder ein See. Nicht. Davon hatte ich gestern zu viele, weswegen das höchste der Gefühle auch ein kleines Stückchen Staumauer im Bild der kleinen Ortschaft Les Boisses auf der anderen Talseite ist.
 
Kurz komme ich mit Volker aus Rheda-Wiedenbrück ins Gespräch, der auf seiner Varadero unterwegs ist und einen ollen 190D mit seiner Frau und Schwiegereltern im Schlepptau hat. Ich merke aber schnell, dass jemand, der sich nicht außer Sichtweite des von seinem geschätzt 80jährigem Schwiegervater geführten Begleitfahrzeuges (abhängig vom Baujahr zwischen 65 und 90 PS, ich tippe aber auf ersteres) aufhalten darf kein angenehmer Gesprächspartner ist. Ja, seinen Frust kann ich verstehen. Immerhin muss er nicht mit im Auto hocken....
 
Nach der obligatorischen Tschick geht´s dann weiter Richtung und durch Val-d´Isere, bekannt von Olympia anno Schnee und dem jährlichen "Kriterium des ersten Schnees". Allerdings nur unter Anhängern des Skisports. Das ist mir so egal... und wirklich schön finde ich es dort auch nicht. Eine typische Touri-Hochburg halt. Mit Schnee vielleicht akzeptabel, aber ich bin ja nicht deswegen hier, also mit gemütlichen 30 durch den Ort und dann auf zum Tageshighlight: dem Col de l’Iseran.
 
Bereits kurz nach Beginn der Auffahrt bekomme ich leichte Schnappatmung. Was für eine grandiose Landschaft! Und ein toller Blick runter nach Val-d´Isere.

 
Ein absolut grandioser, gut zu fahrender Pass bis hinauf zur Scheitelhöhe auf beinahe 2800m. Definitiv eines der Highlights dieses Jahres!


 
Ich frage mich allerdings, warum diese Radfahrfuzzis immer die Straßen dekorieren müssen. So lange wie das hält kann das doch nicht umweltfreundlich sein?! Ich beschließe, Greta Dingens eine Mail zu schreiben, wenn ich wieder zu Hause und sie zurück von ihrem Katamarantörn in die US von A ist. Egal. Weiter gehts und auch der Weg runter nach Lanslevillard ist wieder erste Sahne.
 
 
Ich will noch etwas weiter in Richtung Westen, und kurz vor Aussois fahre ich dann auf ein Paar indigener Biker auf, von denen einer scheinbar ein altes Balzritual durchführt:
Belustigt schaue ich mir das Schauspiel eine Weile an, ziehe aber dann doch irgendwann vorbei, bevor es zu der Passage mit der Reviermarkierung durch Hämoglobin kommen kann. In the middle of nowhere fahre ich auf eine alte Festungsanlage zu, die sich später als Fort Charles-Félix herausstellt. Imposant.
 
Weiter oben thront noch ein anderer Klotz, den fahre ich mir später noch ansehen. Erstmal gilt es aber, den Koffeinpegel wieder auf ein erträgliches Maß zu erhöhen, und so fahre ich weiter nach Modane. Eigentlich wollte ich dort auch neue Tschicks kaufen, aber in Frankreich sind Lucky Click verboten. Ich habe noch welche, also kein Problem. Kaufen wir halt erst wieder in Italien nach. Kaffee ist immerhin noch legal, schmeckt allerdings in Frankreich irgendwie nicht so rund wie in Italien. Egal, ich brauche eh nur den Koffeinkick.
 
Inzwischen ist es knapp nach halb 1 und so langsam muss ich mir Gedanken über den Rückweg in die Heimat machen. Ich habe leider nur noch morgen frei. Auf Grund der Sprachbarriere nach drei Jahren Französich-LK damals auf dem Gymnasium entscheide ich mich gegen den weiteren Verbleib in Frankreich und beschließe wieder rüberzumachen Genitalien. Ein kurzer Blick auf die Karte zeigt den Col de Mt. Cenis, an dessen Auffahrt ich eben schonmal vorbeigekommen bin. Also los. Trotzdem will ich noch die Festungen von der anderen Seite sehen, also grob über die Kimme gepeilt und am Kreisverkehr einfach mal links abgebogen. Passt und macht mal wieder viel Spaß.
Zum Fort Marie-Christine komme ich leider nicht, aber immerhin habe ich es gesehen. Nun geht es also wieder ein Stück zurück nach Lanslebourg-Mont-Cenis und der Auffahrt zum Col de Mt. Cenis. Wieder eine geile Strecke mit schnellen Kurven, langsamen Kurven, engen Kurven, weiten Kurven. Ich glaub heute brauche ich definitiv nicht mehr nach "Kurvööön!" schreien, denn ich bekomme an nur einem Tag mehr, als manch anderer im ganzen Jahr. Genial.
 
Der am Pass gelegene See stört mich noch nichtmal mehr, dafür ist es einfach zu schön! 1Elf!


 
Runter geht es dann schon wieder auf italienischem Boden etwas gemütlicher über Giaglione.
 
Ab hier wird es dann leider etwas anstregend. Da es inzwischen doch schon etwas später geworden ist, werde ich auf dem Heimweg am Lago Maggiore eine Übernachtung einlegen müssen. Dazwischen liegt die Po-Ebene und davor liegt leider Turin. Ich kann jetzt umständlich außen rum fahren, oder das Abenteuer wagen und einmal durchrauschen. Die Entscheidung wird erstmal vertagt, denn kurz vor Turin halte ich einen Tankstop für angemessen und führe diesen dann in Venaria Reale durch. Praktischerweise gibts hier auch einen Stützpunkt für Koffeintransfusionen. Ich frage mich ja immer, wie diese Läden überleben können, wenn der Kaffee nen Euro kostet und ein Glas Mineral 20 Cent. Entweder machts die Masse, oder die Geldwäsche. Ohne, dass ich jetzt was unterstellen will - aber soviel Kaffee am Tag kann man doch gar nicht verkaufen, dass sich das rentieren würde. Oder?
 
Wie auch immer, ich habe mich entschieden. Auf den mindestens dreispurigen Hauptstraßen durch Turin geht es vermutlich schneller, als außen rum über die Vororte. Frisch, fromm, fröhlich, frei sitze ich also wieder auf und stürze mich ins Abenteuer "italienische Großstadt". Noch in den Randbezirken komme ich an einer Sehenswürdigkeit vorbei, der Heimat der "alten Dame":
 
Ab hier wird es eigentlich nur noch schlimm. Ich habe inzwischen das Navi eingeschaltet, um mich nicht zu verfahren. Gute Entscheidung, denn hier herrscht absolute Anarchie im Staßenverkehr. Tempolimit 50 interessiert niemanden, unter 70 wird man angehupt. Die einheimische Bevölkerung ignoriert rote Ampel an Kreuzungen, wenn gerade von rechts oder links keiner kommt und fordert hupend, dass ich das gleiche tue. Ohne mich Freunde, mit meinem österreichischen Kennzeichen wäre ich ein gefundenes Fressen für die örtliche Rennleitung und ich habe keine Lust, mich ausnehmen zu lassen. Es geht also zwar halbwegs zügig, aber defensiv durch diese nicht gerade kleine und übersichtliche Metropole des Dolce Vita. Das kann man mal mitgemacht haben, muss man aber nicht. Zumindest nicht auf zwei Rädern. Rückblickend betrachtet wäre ich vielleicht doch besser außen rum gefahren.^^
 
Interessant finde ich auch, dass ähnlich wie in Holland unvermittelt sowas wie "Let op Drempels" auftaucht. Allerdings in dem Fall ohne das "Let op", sondern einfach nur Drempels aka Schweller auf der Fahrbahn. Die Italiener, egal ob mit zwei-, vierrädrig unterwegs ignorieren diese Hindernisse geflissentlich. OK, LKW haben bessere Stoßdämpfer, aber alle anderen müssen sich doch hier über kurz oder lang das Fahrwerk amtlich wegballern. Interessiert die aber alle nicht... da wird einfach drüber gebrezelt.^^
 
Irgendwann ist es dann geschafft und ich bin raus aus diesem Moloch namens Turin und orientiere mich in östlicher Richtung zum Lago Maggiore. Durch die Po-Ebene geht es Rovasenda entgegen und die Fahrt ist irgendwie deprimierend. Hier zeigt sich deutlich der wirtschaftliche Verfall Italiens. Ich komme an vielen ehemaligen Industriebetrieben vorbei, die schon seit vielen Jahren vor sich hinrotten, überquere mehrmals neben einer Eisenbahnlinie den Po und die Eisenbahnbrücken sehen eher aus wie die Brücke am River Kwai. Kurzum: hier ist überall Zersetzung zu beobachten und obwohl das Land scheibar fruchtbar ist, komme ich auch an vielen aufgegebenen landwirtschaftlichen Betrieben und ehemaligen Bauernhögen vorbei. Traurig.
 
In Rovasenda gibt es eine schnelle Tschickpause, aber kein Foto. Einfach nicht fotogen. 😞
 
Als Quartier für die Nacht mache ich Arona aus und checke schnell mit Booking.com, ob es da noch eine Unterkunft gibt. Gibt es, für €52,-- im Hotel Florida direkt am See. Komischer Name in Italien, aber was soll es. Weiter gehts. Leider nimmt auch der Verkehr zu, je weiter ich mich dem Lago Maggiore nähere und mir wird klar: es ist ja gar kein Wochenende und ich stecke im Berufsverkehr. Hilft nix, ich kämpfe mich durch und erreiche gegen 18:30 dann auch endlich Arona. Garmin lotst mich zuverlässig zum Hotel.
 
Dort erwartet mich eine kleine Überraschung. Normalerweise sind die Preise etwas günstiger als bei booking.com, wenn man direkt im Hotel vorspricht. Hier nicht. Der Patron im fortgeschrittenen Alter fordert €60,-- für die Übernachtung. Ohne Lust auf Diskussion hole ich das Mobile hervor, klicke in der App auf buchen und habe somit eine Reservierung für €52,--. El Patrone ist nicht begeistert. So nicht, Amico!
 
Ich bekomme trotzdem einen Zimmerschlüssel ausgehändigt, stapfe in den zweiten Stock hoch und finde im Flur neben vielen lokalen Bildern auch ein Foto der brennenden Twin-Towers. Ach, daher der Name.^^
 
Der Zimmerschlüssel öffnet die Tür in einen Flur, von dem direkt das Bad abgeht. Als ich darin stehe klingelt mein Mobile. Die 1970er rufen an und fordern vehement die Rückgabe diverser Einrichtungsgegenstände.
 
Egal, hauptsache fließend Wasser und ein Bett. Ich habe sogar zwei im Hauptraum.
 
Passt schon, denke ich. Ist sauber, mehr brauche ich eigentlich nicht. Also endlich runter mit den Klamotten und unter die Dusche. Endlich kurze Hose und Shirt an, hier ist es gut warm, also raus auf die Promenade. Schön hier.
 
Eine kurze Orientierungsrunde durch den Ort ergibt, dass nur auf der Promenade was los ist. Die "Altstadt" ist um 19:30 schon wie ausgestorben und es riecht nach Hundepisse. Also zurück zur Promenade. Ich schlendere etwas an den diversen Restaurationen herum und bemühe die Lauscher. Ich höre viel Deutsch und Englisch. Also Touriefallen, schnell wieder weg. Quasi direkt neben meinem Hotel liegt das Restaurant Barciaiolo. Die Speisekarte ist zwar üppig, muss aber vermutlich in so einer Lage so sein. Komischerweise höre ich aber nur italienisch. Ein gutes Zeichen und ich bitte um einen Tisch. Der Oberkellner ist zwar nicht begeister, weil ich alleine bin, weist mir aber einen kleinen Zweiertisch mitten drin zu. Auf eine Bedienung ware ich dann aber locker 20 Minuten, lediglich die Karte wird mir im Vorbeigehen von einer Milf im Stil Stiffler´s Mum mit einem Shirt mit dem Aufdruck "Strong women intimidate boys and excite men" hingelegt.
 
Als Vorspeise ordere ich einen Meeresfrüchtesalat mit Oliven, Kapern und Fenchel und werde nicht enttäuscht. Gute Wahl.
 
Den mitbestellten Liter Tafelwasser exe ich allerdings sofort und am Nachbartisch wundert man sich über den Dampf aus meinen Ohren. Irgendwie habe ich ein kleines Flüssigkeitsdefizit. Die Wartezeit bis zur Lieferung des nächsten Liters Wasser überbrücke ich mit einem vorzüglichen Hauswein, der allerdings auch gut einschlägt. Egal. Zum Hauptgang, einem gegrillten Wolfsbarsch wird immerhin beides wieder aufgefüllt.
 
Der Wolfsbarsch hat zwar sicherlich keinen Grill, sondern nur das Backrohr gesehen und ist auch nicht gut pariert und daher voller Gräten. Geschmacklich allerdings mit dem Pesto-Öl und der Zitrone durchaus in der oberen Geschmacksklasse angesiedelt.
 
Zum Nachtisch gibt es den obligatorischen Espresso doppio und einen Grappa, dann wird es gegen 21:15 Zeit für einen Verdauungsspaziergang. Doch halt: da war doch eben eine Gelateria... Nachtischt habe ich mich auch noch verdient und es gibt wirklich feines Pistazieneis und Fior di latte.
 
Der Spaziergang bleibt natürlich obligatorisch und entlang der Promenade hat man in den letzten Jahren die verloren geglaubten Überreste der ehemaligen Stadtmauer ausgegraben.
 
Beim Teutates, da kann man sich schon vorstellen, dass das hier mal ein wehrhaftes kleines Städtchen gewesen sein muss. In Gedanken sehe ich einen Dicken in blau-weiß gestreifter Hose mit einem Wildschwein auf der Schulter vorbeischlendern.
 
Ich beende den Rundgang und fasse am Ufer noch das eine oder andere Glas Wein aus. Hauswein, also nichts besonderes, aber sehr gut trinkbar. Wieder einmal bewahrheitet es sich, dass man mit vino de la casa nichts vekehr machen kann. Zum Tagesabschluss gibts auch noch einen Grappa barrique und dann mache ich mich gegen 22:15 auf den kurzen Rückweg zum Hotel.
 
Hier erwartet mich dann die böse Überraschung. Ähnlich wie die Einrichtung hat die Matratze mit uralten Sprungfedern scheinbar in den letzten fast 50 Jahren inzwischen Legionen an Gästen erlebt und ist weit jenseits von durchgelegen. Die Federn drücken ungebremst in meinen Rücken, während ich in einer tiefen Kuhle liege. Geht gar nicht, aber ich habe ja noch ein Einzelbett... das keinen Deut besser ist.
 
Ich mache aus der Not eine Tugend und baue aus allen verfügbaren Decken (Glück gehabt: im Schrank sind noch ein paar dicke Wolldecken) ein Lager auf dem Boden. Auf dem ich erstaunlicherweise sogar halbwegs gut schlafe, bis am nächsten Morgen gegen 06:30 irgendwo in der Nachbarschaft Baustellenlärm einsetzt.
 
...to be continued...

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal bearbeitet, zuletzt von »Èrdna« (20.09.2019, 06:02)
#6

Èrdna

Österreich

Dienstag, 17.09.2019

Rumwälzen und nochmal wegratzen verspricht wenig Aussicht auf Erfolg, also schlurfe ich um 06:45 in Jogginghose und Shirt von gestern schon mal runter in die Hotellobby. Kaffee ist aber noch Fehlanzeige. Egal, raus und zumindest schonmal ein Lungenbrötchen einwerfen und den Morgen am See genießen.

Lediglich ein paar Jogger und ein einsamer Müllmann sind schon untewegs, der mich verständnislos anschaut, als ich ihm ein gut gelauntes "Buongiorno!" entgegenschmettere. Freundlichkeit ist er wohl nicht gewohnt. Ich bleibe an der Promenade und lese auf meinem Mobile Nachrichten bis 07:30. Es wird Zeit die Klamotten zusammen zu packen und Scarlett abfahrbereit zu machen. Auch die Kette bekommt eine Ladung Liebe und um 08:00 bin ich abfahrbereit, aber noch unterfrühstückt. Nun erlebe ich die erste Enttäuschung des Tages: das Frühstück ist selbst für italienische Verhältnisse unterwältigend, aber immerhin ist der Kaffee gut.

Beim Auschecken stehen auf meiner Rechnung eiskalt €60,--. Lächelnd lege ich €50,-- auf den Tresen, meine dazu "Esatto", hole mein Mobile raus und bewerte das Hotel mit einem Stern, sage gracie per niente und bin weg. Elvis has left the building. Hinter mir höre ich Gekeife, vermutlich ein alter Fluch, der mir dreimal pro Nacht Harndrang bescheren, mich aber nur zweimal wach werden lassen soll. Drauf gesch....., los gehts am See entlang, dieses Mal mit Naviunterstützung. Die ich direkt wieder ausschalte, weil ich keine Lust habe in irgendwelchen Hinterhöfen zu landen. Adventure Modus ist manchmal ein Segen, meistens aber ein Fluch.

Bis Cannobio cruise ich geschmeidig dahin, dann wird es Zeit für die erneute Zufuhr von Flüssigkeit in Form von Brauner Brühe und etwas Wasser. Den Handymast in Nachbars Garten ignoriere ich mal, ich will eh keine Kinder.

Leider habe ich keine andere Wahl, als durch Locarno zu fahren, was ich aber für einen Tankstop nutze - der Sprit ist hier einfach günstiger, als in Italien. Weiter geht es durch Bellinzona und Biasca in Richtung Lukmanierpass, bei Ludiano lege ich nochmal eine kurze Tschick- und Trinkpause ein, bevor es dann bei Blenio auf den Lukomagno geht.

Tja, was soll ich sagen... entweder bin ich von gestern zu verwöhnt, oder der Pass ist einfach doof. Über weite Strecken besteht die Fahrbahn aus in den 80ern sehr beliebten Betonplatten, was alle drei Meter einen leichten Ruck in den Handgelenken bedeutet und auf Dauer nicht wirklich angenehm zu fahren ist. Außerdem ist die Strecke irgendwie langweilig. Die französischen Alpen waren da doch deutlich schöner. Hinzu kommen diverse Baustellen mit Ampeln, die das Heranfahren registrieren und bei fehlender Rückmeldung der Gegenstelle auf grün schalten. Man steht zumindest nicht lange. Trotzdem, das hier ist abgesehen vom Hotel der letzten Nacht das Lowlight der Tour und ich quäle mich hoch zum Pass.



Der "günstige" Aufkleber vom kleinen St. Bernhard hat scheinbar auch schon ein paar Jahre in der Schublade gelegen, entsprechend wird er auch direkt wieder entsorgt. Muss ich halt nochmal hin. Irgendwann nächstes Jahr.

Aufgesattelt und weiter. Im Tunnel hinter der Passhöhe hat es auch eine Baustelle, allerdings ohne Ampel und so springt mir unvermittelt eine Fahnenschwenkerin mittig auf der Fahrbahn und direkt hinter einer Kurve vor die Räder, die ich beinahe erwische. Mann, mann, mann. Ich muss nur kurz warten, allerdings dauert es hinter dem Tunnel auch nicht lange, bis ich in der nächsten Baustelle in einer Kolonne stehe. Komischerweise kommt aus der Gegenrichtung immer mal wieder Verkehr, ohne dass unsere Ampel zwischendurch auch mal auf grün schaltet. Nach 10 Minuten fahre ich vor, werde von einem 5er BMW mit deutschem Nummernschild angehupt, aber mein Gefühl trügt mich nicht: der Kollege mit dem Roller, der an erste Stelle steht, ist nicht nahe genug rangefahren und hat den Sensor nicht ausgelöst. Als ich mich vor ihn Reihe blinkt es kurz an der Ampel und nach nichtmal 20 Sekunden schaltet die Ampel auf Grün und ich gebe Stoff.

Bis kurz vor Chur schwimme ich entspannt mit dem Verkehr mit, bei Domat zwingt eine Straßensperrung mich kurzzeitig auf die Autobahn. Es föhnt allerdings brutal und schüttelt mich gut durch, also fahre ich in Chur wieder runter - sonst wäre ich in knapp 45 Minuten zu Hause gewesen. Macht aber keinen Spaß mit den unberechenbaren Winden. Also wieder runter von der Autobahn und ganz gemütlich über Landquart in Richtung Maienfeld, wo ich rechts abbiege zum Luzisteig um mal wieder an Scarlett´s Lichtmaschinen-Gedenkschrein vorbeizufahren. Na ja, eigentlich eher um nochmal ein paar Kurven unter die Räder zu bekommen und etwas flotter fahren zu können.

Bis Feldkirch sind es dann nur noch knapp 30km, ich biege erneut ab auf die Autobahn, dieses Mal aber auf Ösi-Seite und brezel durch bis Hohenems, fahre noch ein paar km Landstraße und finde mich alsbald im Endpunkt fast jeder Tour wieder: dem Gastgarten im Walhalla-Stüble am alten Rhein kurz vor Lustenau. Scarlett und ich haben nach knapp 1300km fertig.

Scarlett bekommt im Anschluss an meine Hopfenkaltschale noch schnell eine Dusche in der Waschbox verpasst und dann bin ich auch schon wieder im Alltag angekommen. Schön war´s.

(die angehängte .gpx stammt aus der App "myTracks" und zeigt die Tour, so wie ich sie gefahren bin)

 

Tour herunterladen (.gpx) Karte vergrößern


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Èrdna« (20.09.2019, 14:33)
#7

Manfred

Deutschland

Hey André,

vielen Dank für den klasse Tourbericht (ich sach ja, KULT!) und die GPX: Es war wieder sehr erheiternd mitzulesen und in Gedanken "mitzufahren". Nicht zuletzt wegen der Fotos, die sind dann (für mich) immer wieder die Krönung, super fotografiert und festgehalten.

Bikergrüße, Manfred

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