#1

Michael

Deutschland

mit Bernd und Markus nach Italien

Nachdem der Titel für die Tour gefunden wurde (Name = Programm) und auch der Termin zumindest für 3 der GS-Buben passte, ging das auch schon wieder los mit der Planung und prompt wurde die auch so (ungefähr) umgesetzt 😉 hier nun der Bericht...

Tag 1: als Treffpunkt gilt diesmal die Tanke in Herzmanns an der B12, was auch super klappt und wo wir pünktlich um 10:00 Uhr zusammentreffen. Nach der Betankung mit Sprit geht es am großen Alpsee vorbei und durch den Bregenzer Wald, Hittisau, Dornbirn.

Sind halt langweilige, fast stressige Stadtdurchfahrten, aber außenrum wäre es deutlich länger... durch Liechtenstein rüber in die Schweiz, so zumindest der Plan, denn Vaduz war wegen einer Veranstaltung gesperrt und so mussten wir doch außenrum fahren, ging dann halt gleich wieder in die Schweiz - Sankt Luzisteig kennen wir ja alle - dann bis hinter Chur und abbiegen. Die Via Mala als weiterer Pausenpunkt - kurz vorher die Einkehr bei der "Alten Post" in Rongellen - der Wirt hat uns mit frisch gegrilltem Schweinehals und Salat versorgt - topp!

Vorbei am Sufnersee und rauf auf den Splügenpass.

Dort oben angekommen haben wir dann auch gleich mal umgedreht und vom besten Punkt Bilder zu schießen.

Und dann halt wieder rauf... Jedoch: Autofahren kann nicht jeder und Spitzkehren können eine echte Herausforderung sein. Der Lago di Montespluga ist bereits in Italien. Runter bis Chiavenna und ein kleines Stück später kommt der Lago die Mezzola. Der Abfluss - die Mera - geht direkt in den Lago di Como. Wir überqueren die Mera über eine Brücke (der Ponte del Passo). Was wir so gar nicht auf dem Schirm hatten: Ferragosto ist gleich Verkehr - und so waren die letzten Kilometer eher ein rumgegurke, da verstopfte Strassen.

Übernachtung direkt am See im Hotel Berlighera in Dascio mit fantastischer Hausmannskost und mega Ausblick. Das Hotel von außen eher unscheinbar, aber tolle Zimmer und richtig klasse Essen. Für Bernd mit an die 500 km ein langer Tourtag, aber sonst kommen wir nicht an die Seen ran. Bis auf ein paar vereinzelte Tropfen sind wir auch Trocken geblieben, den Regen mit entsprechendem Regenbogen gab es zum Abendessen.

Tag 2: da wir erst um 08:00 ein fantastisches Frühstück kriegen, überlegen wir uns das mit der Fähre nochmal und umfahren den Comer See oben rum. Genau die richtige Entscheidung: erst super Ausblicke auf den Comer See, dann aber ziemlich sofort rauf in die Berge und ab in die Schräglage, jetzt und heute wird's richtig kurvig 😉 es geht durch die Bergamasker Alpen.

Übrigens steht auch der nächste See in der Sammlung an, der Lago di Endine. Am Nachmittag der Lago d'Iseo, der liegt auf dem Weg zum Ziel, der Übernachtung am Passo del Maniva.

Die erreichen wir nach ca. 280 km - eigentlich erst nach 340 km, denn wir hängen einfach noch ein paar geniale Passagen an: vom Giogo del Maniva geht es über Passo Dasdana, Goletto di Ravenola, Sella dell' Aucia, Giogo dela Bala bis zum Passo di Crocedomini.

Da sind sowohl Teerstraßen als auch Schotterpisten dabei 😉 Über den Goletto di Gaver und dann wieder nach Süden - in Bagolino wieder nach Westen und dann zum Stiefelbier 😉 so war das geplant - allerdings hab ich im Eifer des Gefechts das Navi fehlinterpretiert und so sind wir die Tour andersrum gefahren - aber mit genauso viel Spaß!

Das Albergo Ristorante Pineta liegt direkt in einer Kurve am Manivapass und kann leicht übersehen werden, und obwohl von außen eher unscheinbar - Verpflegung top!

Die Einrichtung der Zimmer im Pineta scheinen aus der Zeit vor meiner Geburt zu liegen und die Matratze... naja lassen wir das. Der Wirt ist jedenfalls begeistert von der deutschen Angewohnheit die Rechnung am Abend aufzuteilen und murmelt nur was von "i tedeschi sono pazzi"...

Der nächste Morgen steht ja schon vor der Tür, oder war das doch eher 4 Uhr als jemand geht und dabei das halbe Hotel aufweckt... pünktlich um 5 Uhr kommt die Müllabfuhr und als ich nach kurzer Schlafphase um 6 Uhr wieder zu mir komme, bin ich einfach nur hundemüde.

Tag 3: nach einem sehr guten Frühstück und einem Kaffee, in dem der Löffel stecken bleibt - geht's los Richtung Gardasee, aber nicht die normale Route über die SP, sondern wir nehmen die Nebenroute, ein altes Militärsträßchen über den Passo dosso Alto - Passo della Berga - Passo della Spina - Passo del Baremone - Coca Chetoi. Uiuiui, was für ein geiler Ritt - nix für schwache Nerven und nur bei gutem Wetter zu empfehlen.

Aber die Aussichten einfach phänomenal... Schotter, Felsstürze, eng und unübersichtlich - das verlangt nach "högschter Dischziplin" und Aufmerksamkeit - aber so geil...

vorbei am Lago d'Idro und am Lago di Valvestino über die nur aus Kurven bestehende SP9 in Richtung Gardasee, auf den wir bei Gargano treffen. Den See schauen wir uns an der Stelle wirklich nur kurz an, weil von wo anders sieht man den besser 😉

und so gehen über die Schauderterrasse in Richtung Norden, abseits der verstopften Hauptstrassen. Dachten wir - aber die Brasaschlucht ist genauso verstopft...

Den Lago di Ledro umrunden wir und machen den Einkaufsstop...

Schon fahren weiter bis zum Lago di Molveno - vorher nehmen wir aber den Passo del Durone noch mit. Nach den Kurven runter nach Cles vorbei am Lago di Santa Giustina, der fehlt noch in der Sammlung des heutigen Tages. Und der Lago di Alborelo wird wohl der letzte italienische See, an dem wir vorbeikommen. Im Trentino werden wir fast erschlagen von Äpfeln, so viele gibt es dort...

Wir übernachten in Andrian beim Stamserwirt - der ist super! Tolle Zimmer, einen Pool und lecker Essen... Waren wohl an die 290 km Tourlänge.

Markus stammelt irgendwas von "wie buchstabiert man eigentlich GERADE"... da kann ich aber leider auch nicht helfen, bei mir kommt da immer nur KURVEN raus 😉

Tag 4: die Heimreise steht an - auch hier wieder die meisten Kilometer für Bernd, so an die 420 km werden das wohl werden. Nachdem aber Markus den Bernd bis nach Hause begleitet, ist er wohl der Meister mit über 500 km an dem Tag. Dafür gibt es noch ein paar Schmankerl 😉 das Timmelsjoch, das Hahntennjoch...

den Gaichtpass - und in Oy-Mittelberg ergibt sich wieder die Möglichkeit auf der A7 Richtung Norden zu fahren. Vorher aber erst noch Berge und Kurven in durchaus beträchtlicher Anzahl. Und noch ein letzter See: der Haldensee - somit hätten wir über ein Dutzend Seen, etliche Pässe, unzählige Kurven und... nicht zu vergessen: Parmesan und Risottoreis im Gepäck 😉 das haben wir ja am Lago di Ledro erledigt...

Beste Bikergrüße, Michi

PS: ein paar Drohnenaufnahmen kommen noch nach... da muss ich erst noch die Panormen zusammenbauen... und ich glaube auch Bernd und Markus werden noch den einen oder anderen Kommentar abgeben und ein, zwei Bildchen einstellen - gelle 😉

 

#2

Michael

Deutschland

und hier noch die Drohnenaufnahmen - jeweils Panorama aus 21 Einzelbildern zusammengesetzt...

Die NATO Radarstation am Dosso dei Galli:

Am Dosso Alto...

Und der Lago di Valvestino

und das Hahntennjoch

Beste Bikergrüße, Michi


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#3

Èrdna

Österreich

Moin Michi,

super Bericht und geile Bilder!

Magst Du mir vielleicht mal die .gpx von der Tour mailen? 😉

LzG,
André

#4

Elke

Deutschland

Hallo Michi,

wunderbarer Bericht und wirklich tolle Bilder - einschließlich der Drohnenbilder. Konnte Euch ja schon per Polarstep "begleiten" - aber mit dem ausführlichen Bericht ist es gleich noch einmal so schön.

Ich hoffe doch, dass Du die Tourdaten für uns Daheimgebliebenen hier im Forum einstellst. Ich kann mir vorstellen, die Tour im kommenden Jahr im Spätsommer nachzufahren..... .

LzG
Elke

#5

Michael

Deutschland

Ja logisch kriegt ihr die Routen...

hier noch die Übernachtungen:

http://www.hotelberlinghera.com

http://www.pineta-albergo.it/nuovo_sito/index_p.php

http://www.stamserhof.it

Achtung: kurviger erzeugt leider eine abweichende Route am Tag 3 - aber ich stelle noch einen Screenshot ein, auf dem das ersichtlich ist wo es lang geht 😉 und das TomTom kommt sehr gut klar mit der ITN.-Datei

Bei Fragen einfach melden...

Beste Bikergrüße, Michi

Tour herunterladen (.gpx) Karte vergrößern

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#6

Michael

Deutschland

Hier der Screenshot...

Diesen Teil der Strecke würde ich nur erfahrenen Bikern empfehlen! Das ist am Anfang eigentlich nur schmal und ausgesetzt, wird aber dann schnell anstregend im Schotter... Auch in der Früh fahren kann von Vorteil sein, weil Gegenverkehr braucht man da eher nicht. Bei schlechtem Wetter ein "no go".

Beste Bikergrüße, Michi


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Michael« (20.08.2019, 12:34)
#7

Michael

Deutschland

und noch einen Fehler gefunden... im Tag 3 muss das bei Fiave so aussehen:

Beste Bikergrüße, Michi

#8

Bernd

Deutschland

Hallo Michi & Markus

Diesem Reisebericht ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Ein ganz dickes Lob an Michi & Markus,die perfekten Reiseführer. 

Sie planen alles bis ins kleinste Detail so perfekt und verstehen es noch immer noch eins drauf zu setzen (Schotterpiste).

Für mich ein ganz besonderes Erlebnis mit ganz vielen neuen Eindrücken.

Wir hatten jeden Tag ganz viel Spass und viele viele Kurven bis zum abwinken. Man hat so das Gefühl Michi u. Markus

kennen schon alles und man fühlt sich wohl und gut aufgehoben.

Ich kann auf diesem Wege eigentlich nur nochmals Danke sagen und gerne immer wieder.

 

LzG: Bernd

#9

Manfred

Deutschland

Sehr schöner Bericht und noch bessere Fotos, vielen Dank für´s Zeigen, macht Appetit! Daumen hoch!

#10

Michael

Deutschland

Danke für euer Feedback!

@ Bernd: immer wieder gerne - und übrigens: in 25 Tagen geht schon die nächste Tour los 😉

Beste Bikergrüße, Michi

#11

Èrdna

Österreich

Servus Michi,

danke für die Touren. 😉

Der Abschnitt von Reiff bis kurz vor Priassian ist ja auch in meiner berüchtigten Gardasee-Tour drin (und ist eigentlich mein Lieblingsteil der Tour), allerdings in die andere Richtung. Bin gerade echt am überlegen, ob ich meine Tour vielleicht mal andersrum fahren sollte... bleibt zwar nicht mehr so viel Zeit, aber so Ende Septermber könnte ich mir das gut nochmal vorstellen.

LzG,
André

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