#1

Èrdna Ldierk

Österreich

Servas mitanand,

da es schon Beschwerden gegeben hat, dass es noch keine Vorschläge für das KKT 2019 gibt, mache ich den Thread einfach mal auf.

Also: her mit Euren Wünschen und Vorschlägen! 😉

Gruß,
André

P.S.: Da ich finde, dass das Potential auf dem diesjährigen KKT aus organisatorischen und sicherheitsrelevanten Gründen (zu viele Teilnehmer für eine Gruppe^^) nicht ausgereizt werden konnte, schlage ich hier direkt ein KKT 2018 reloaded vor. Dann allerdings mit min. zwei getrennten Gruppen nach dem "Hase & Igel Prinzip": Hasengruppe haut rein und fährt vielleicht auch fahrerisch anspruchsvollere Touren, Igelgruppe cruist gemütlich trotzdem schöne und interessante Strecken, hat aber auch entsprechend Zeit für Fotostops, Blümchenpflücken und Cappucino mit Sahne. Ggf. noch eine seperate Gruppe für die Iron Butts.^^

Gerne helfe ich auch bei der Organisation, bzw. mache den Guide für die Iron Butts. Muss ich halt später bremsen, um den GS-Fahrern den Tag nicht zu verderben. 😉


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Èrdna Ldierk« (07.06.2018, 18:34)
#2

Elke Hegemann

Deutschland

Hoi André,

das nenne ich ja mal eine schnelle Reaktion! 😃 Sehr schön! Und dann gleich noch mit dem Angebot der Unterstützung, super!

Inzwischen hat mir ein kleines Vögelchen etwas gezwitschert - ich denke mal, wir werden mal abwarten, bis der Trupp, der sich nach dem Treffen noch in den verschiedensten Ländereien vergnügt, zurück ist und mal tief Luft geholt hat...... .

Dein Vorschlag, beim nächsten Mal, wenn es wieder so viele TeilnehmerInnen gibt, mindestens zwei Gruppen zu bilden, wird sicherlich Gehör finden.
Bei den vergangenen Treffen war das Fahrvermögen und die Erwartungshaltung bei allen nahezu identisch - das scheint heuer nicht der Fall gewesen zu sein.
Es waren dieses Mal viele neue Mitglieder dabei - ich denke mal, dass man schon erkennen konnte, wer zum "harten Kern" gehörte, oder?
Ich finde, bei so einem Treffen sollte jede/r auf ihre/seine Kosten kommen und bisher hat es auch ganz gut geklappt. Und ich denke, wenn wir alle uns mal kurz zurücklehnen und überlegen, wozu diese Treffen dienen soll(t)en, werden die nächsten auch wieder einzigartig. Eine Gruppenveranstaltung wie diese ist in meinen Augen kein Ort für Individualisten sondern eher für Teamplayer und Gleichgesinnte, die wir ja eigentlich auch sind, oder?

Nun denn, dann wollen wir mal sehen, wie es weiter geht und wo / wann wir uns beim nächsten KKT zusammenfinden! Ich bin sehr gespannt.

LzG Elke

 

Hallo zusammen,

ich finde es befremdlich, wenn "Genussfahrer" als Blümchenpflücker und Cappucinotrinker betitelt werden. Dann solltet ihr die KKT - Treffen nicht öffentlich im Forum anpreisen und über die Zahl der Teilnehmer beschweren.. Nicht jede/r Biker/in möchte 350 km und mehr am Tag zurücklegen. Je nach Anzahl der Pässe, Kehren und Höhenmetern sind auch 250 - 270 km genug. Und bei der langen Vorlaufzeit, wusstet ihr über die Zahl der Teilnehmer Bescheid. Also keine Überraschung vor Ort. Man könnte im Vorfeld ( bei Anmeldung) die Interessen bzw. Erfahrung / Fahpraxis abfragen.

Mit freundlichen Grüssen

Dietmar ( Genussfahrer)

#4

Èrdna Ldierk

Österreich

Servas,

ich kann da natürlich nur für mich sprechen: für mich waren die Gemeinschaft und die für mich "neuen Leute" wichtiger, als das Fahren an sich. Ja, ich wäre natürlich gerne manchmal auch etwas zügiger gefahren (Hahntennjoch!), keine Frage. Bei 20+ Töffs geht das aber einfach nicht, besonders wenn dann auch noch der restliche Straßenverkehr hinzukommt. Dies war mir vorher bewusst und daher kann ich auch sagen, dass für mich persönlich, mein erstes KKT sehr gut war. Allerdings kann ich auch verstehen, wenn die Gewichtung bei anderen Personen anders ausfällt.

Jedoch dürfte es tatsächlich tagsüber für den Einzelnen keinen Unterschied machen, ob die Gruppe jetzt quantitativ 10 oder 20 Bikes ausmacht. Qualitativ ist das vom Fahrerlebnis aber sicherlich ein Unterschied; daher auch der Hase & Igel Vorschlag. Ich bin ja selber auch "betroffen": mit Luises 600 Kubik kann ich halt definitiv für Peter und die ganzen BMWs nur ein Klotz am Bein sein wenn ich vorne oder mittendrin fahre. Da bin ich halt einfach nicht homogen. Mich persönlich stört das jetzt weniger, aber ich verstehe auch, dass der eine oder andere sich zwischendurch mal auf ein "Feuer frei" freut. Da muss ich persönlich dann entsprechend agieren und entweder als "Lumpensammler" hinterher fahren bevor ich anderen den Spaß verderbe oder mich gleich einer gemütlicheren Gruppe anschließen. Beides ist kein Problem für mich persönlich - wobei ich allerdings auch davon überzeugt bin, dass ich wenn alle haaaaaalbwegs im Rahmen des legalen bleiben, ich nicht unbedingt einen Bremsklotz darstelle. Wir sind ja schließlich nicht auf der Rennstrecke.^^

Fahrvermögen ist sicherlich ein weitläufiger Begriff. Ich denke nicht, dass jemand ein besserer oder schlechterer Motorradfahrer ist, weil er z.B. Kurven besonders gut oder schlecht fährt (außer er gerät ständig in den Gegenverkehr... das ist dann tatsächlich eher ein Anzeichen für Defizite). Die geografische Herkunft jedes einzelnen hat sicherlich Besonderheiten zu bieten, die andere nicht kennen, bzw. an die sie sich erst anpassen müssen. Zwei Tage sind dafür vielleicht auch etwas zu wenig. Dann fährt man halt besonders vorausschauend und vielleicht etwas zurückhaltender. Passt für mich auch. 😉

Grundsätzlich waren natürlich die vorhandenen Verbindungen erkennbar, trotzdem alle sehr offen und freundlich gegenüber und "neuen". Irgendwie ist mir ein wenig die Zeit ausgegangen, um wirklich alle etwas kennen zu lernen. Harter Kern eigentlich nur bei Peter, die weiche Schale kam aber auch zum Vorschein. *scnr* 😉

LG,
André

 

#5

Èrdna Ldierk

Österreich

Hallo zusammen,

ich finde es befremdlich, wenn "Genussfahrer" als Blümchenpflücker und Cappucinotrinker betitelt werden. Dann solltet ihr die KKT - Treffen nicht öffentlich im Forum anpreisen und über die Zahl der Teilnehmer beschweren.. Nicht jede/r Biker/in möchte 350 km und mehr am Tag zurücklegen. Je nach Anzahl der Pässe, Kehren und Höhenmetern sind auch 250 - 270 km genug. Und bei der langen Vorlaufzeit, wusstet ihr über die Zahl der Teilnehmer Bescheid. Also keine Überraschung vor Ort. Man könnte im Vorfeld ( bei Anmeldung) die Interessen bzw. Erfahrung / Fahpraxis abfragen.

Mit freundlichen Grüssen

Dietmar ( Genussfahrer)

Servus Dietmar,

das hast Du falsch verstanden oder ich falsch formuliert. Wie auch immer war es nicht diffamierend gemeint, sondern eher humorvoll. Ich bin ja mit ner 600er CBFgesegnet und daher auch eher prädestiniert für diese Gruppe. 😉

Danke daher für Deinen Kommentar.

Gruß,
André

Edith sagt: mein vorletzter Kommentar dürfte da hoffentlich auch etwas zur Entschärfung Deiner Unmut beitragen...


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Èrdna Ldierk« (07.06.2018, 21:12)
#6

Thom Fazer

Deutschland

Hallo zusammen,

ich finde es befremdlich, wenn "Genussfahrer" als Blümchenpflücker und Cappucinotrinker betitelt werden. Dann solltet ihr die KKT - Treffen nicht öffentlich im Forum anpreisen und über die Zahl der Teilnehmer beschweren.. Nicht jede/r Biker/in möchte 350 km und mehr am Tag zurücklegen. Je nach Anzahl der Pässe, Kehren und Höhenmetern sind auch 250 - 270 km genug. Und bei der langen Vorlaufzeit, wusstet ihr über die Zahl der Teilnehmer Bescheid. Also keine Überraschung vor Ort. Man könnte im Vorfeld ( bei Anmeldung) die Interessen bzw. Erfahrung / Fahpraxis abfragen.

Mit freundlichen Grüssen

Dietmar ( Genussfahrer)

 Ich sage mal so, wenn ich mich in eine, schon länger bestehende Veranstaltung einklinke, dann nehme ich sie so hin, wie sie seit Jahren ausgerichtet wird. Und wenn dort 400 km gefahren werden, muss ich das hinnehmen oder mich ausklinken.

Um den größtmöglichen Spaß für alle zu erhalten, macht es Sinn, sich hinter den Tourguide vom Schnellsten bis zum Langsamsten einzureihen. An Abbiegungen wird gewartet. Meist nur ein paar Sekunden. 

Eine Gruppe von 20 Leuten ist schon recht groß. Da wären 2 oder 3 Tourguides schon besser.

#7

Bif Tannen

Deutschland

Hi,

zunächst einmal grosses Lob an die beiden Organisatoren, Michi und Markus.

Es hat alles super geklappt, auch wenn wir 20 Motorräder waren. Gerade deswegen. Es sind alle heil geblieben.

Auch der Schönauer Hof war eine super Unterkunft und genau richtig für das KKT.

Didi und ich gehören normalerweise zu den leicht sportlich angehauchten (Viel)Fahrern mit einiger Erfahrung innerhalb von Gruppenausfahrten.

Das darf ich aber bei allg. Ausfahrten nicht von jedem erwarten, so dass auch allein deswegen das Tempo angepasst werden muss, egal wie ich die Gruppe splitte.

Dann kommt immer der allgemeine Verkehr dazu. Gut, den kann ich mit mehreren, kleineren Gruppen eher mal überholen.

Aber ich sollte in einer Gruppe die gesetzlichen Vorgaben im Blick haben, was u.U. schwierig wird bei forscher Fahrweise, gerade für die Hinteren aufgrund des Ziehharmonikaeffekts.

Was Andre schreibt, sehe ich zu 100% identisch. Es geht und ging beim KKT immer um das Beisammensein mit Motorradbegeisterten. Die Ausfahrten waren immer nur (zumindest für mich) nettes Beiwerk.

Leider gab es dieses Jahr tatsächlich unterschiedliche Erwartungen der Teilnehmer an die zu fahrende Geschwindigkeit, was (leider) auch zum Ausdruck kam. Ich vermute, daher die Äußerungen von Andre.

Ich habe das KKT2018 nochmal sehr genossen, die Teilnehmer des Ersten in Bad Tölz von 2015 und des Zweiten im Südschwarzwald von 2016 wieder zu sehen, neue Kurvenkönige kennenzulernen und eine wahnsinns Landschaft zu befahren. Dennoch wird es für uns aus persönlichen Gründen keine weitere Teilnahme an einem KKT mehr geben. 

Gruß

Bif


Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal bearbeitet, zuletzt von »Bif Tannen« (08.06.2018, 21:40)
#8

Rigo Kostirka

Deutschland

 Moin moin an die KKT Gemeinde 😉 . Ganz interessant was hier beschreiben wird. Ich war beim Treffen 2016 Thüringen /Röhn dabei und ich muss sagen das war auch keine kleine Truppe die da unterwegs war. Hat aber alles super geklappt obwohl ich erst im besagten Jahr wieder mit dem Motorrad fahren angefangen habe. Grundsätzlich fände ich es aber besser wenn man bei sehr vielen Anmeldungen Gruppen bildet. Dabei kann man Rücksicht auf die sportlichen und die "normalos" nehmen. Ich fahre immer mit Sozius und muss deshalb auch etwas verhaltener fahren. 🙂 . Hatte ich beim letzten mal nicht beherzigt und wollte unbedingt mithalten was dann zwei Ausreißer zu Folge hatte. ( aber nichts passiert ). Habe den Vorschlag von Elke beherzigt und habe mal ein Kurventraining absolviert. Bin dann 2017 mal meine eigene Tour von 4000Km durch Deutschland und die Schweiz gefahren. 😉

Hoffe doch das es 2019 wieder ein KKT statt findet bei dem ich dabei sein kann.

 

Gruß Rigo

#9

Rigo Kostirka

Deutschland

 Moin moin an die KKT Gemeinde 😉 . Ganz interessant was hier beschreiben wird. Ich war beim Treffen 2016 Thüringen /Röhn dabei und ich muss sagen das war auch keine kleine Truppe die da unterwegs war. Hat aber alles super geklappt obwohl ich erst im besagten Jahr wieder mit dem Motorrad fahren angefangen habe. Grundsätzlich fände ich es aber besser wenn man bei sehr vielen Anmeldungen Gruppen bildet. Dabei kann man Rücksicht auf die sportlichen und die "normalos" nehmen. Ich fahre immer mit Sozius und muss deshalb auch etwas verhaltener fahren. 🙂 . Hatte ich beim letzten mal nicht beherzigt und wollte unbedingt mithalten was dann zwei Ausreißer zu Folge hatte. ( aber nichts passiert ). Habe den Vorschlag von Elke beherzigt und habe mal ein Kurventraining absolviert. Bin dann 2017 mal meine eigene Tour von 4000Km durch Deutschland und die Schweiz gefahren. 😉

Hoffe doch das es 2019 wieder ein KKT statt findet bei dem ich dabei sein kann.

 

Gruß Rigo

 Sorry , das Treffen war 2017 😉

#10

Markus Volk

Deutschland

Hallo alle zusammen,

nett, dass der Thread für das KKT 2019 schon eröffnet wurde 👍

Da ich ja dieses Jahr die Ehre hatte, mit Michi das KKT 2018 zu organisieren und durchzuführen, werde ich mich jetzt mal entspannt zurücklehnen und der Dinge harren, die da kommen.

 

Nur möchte ich auf die bisherigen Posts eingehen, da ich im Überflug gelesen hatte, dass dieses Jahr anscheinend einige Unstimmigkeiten entstanden waren.

 

Sorry für den folgenden langen Text, aber bevor ich auf jeden Kommentar einzeln antworte, fasse ich alles zusammen!

Sollte ich die Meinung einiger Personen nicht vertreten, tut es mir Leid, ich versuche, neutral zu bleiben und für alle zu schreiben.

 

 

Gemeinsames Fahren

Wir treffen uns zum gemeinsamen Fahren und Genießen. Es ist eine private Veranstaltung, die freundlicherweise von Mitgliedern organisiert wird, und nach bestem Wissen und Gewissen organisiert und durchgeführt wird. So gut die Planung auch sein mag, es können nicht alle Unvorhersehbarkeiten berücksichtigt werden. Manche Dinge kommen auch erst im Laufe der "Veranstaltung" zum Vorschein, um die man sich bei der Planung überhaupt keine Gedanken gemacht hat.

Im Vordergrund steht für mich persönlich das gemeinsame (Er-)Fahren neuer, unbekannter Gegenden. Die Organisatoren erklären sich bereit, ihre Heimat den anderen Mitfahrern zu zeigen. Hierbei gehe ich davon aus, dass die Organisatoren die Gegend besser kennen, als alle, die zum Treffen kommen. Somit würden Sie die Strecke normalerweise auch in einer evtl. anderen Geschwindigkeit fahren, da die Kurven und Gefahrenpunkte bekannt sind. Es ist aber auch für alle klar (sowohl für die "Heimischen" als auch für die Angereisten), dass die Strecken beim Treffen nicht in der üblichen Geschwindigkeit gefahren werden können, da sich unterschiedliche Fahrstile in der Gruppe vereinen.

Diejenigen unter uns, die fast jedes Wochenende auf dem Bock sitzen und ihre Heimat erkunden und kennen, sind erfahrener als jene, die ein- oder zweimal im Monat 3 oder 4 Stunden unterwegs sind. Somit muss auf die "Schwächeren" Rücksicht genommen werden und der Gruppenfahrstil (Geschwindigkeit, Beschleunigung am Ortsende z.B.) entsprechend angepasst werden.

 

Gruppenbildung

Wenn Gruppen gebildet werden, um "Blümchen zu pflücken" oder "Cappuccino-Pausen" zu machen, bzw. um eine "Hasen-Jagd" zu veranstalten, sehe ich das am Sinn eines solchen Treffens vorbeigedacht.

Die Organisatoren eines Treffens geben sich immer größte Mühe (ich denke, da kann ich sowohl für das diesjährige KKT 2018 als auch für die vergangenen KKT's sprechen), Touren zu "basteln", die für jeden Teilnehmenden fahrbar sind, und trotzdem viele Aspekte der jeweiligen Gegend des Treffens beinhalten. Und das hat meiner Meinung nach bisher immer super und ohne irgendwelche Gedanken an Gruppenbildung funktioniert. Da es aber beim Treffen um die Gemeinschaft geht, gemeinsam etwas zu erleben und zu sehen, wäre es für mich persönlich etwas komisch, wenn ich zu einem Treffen komme, und ich mich für eine Gruppe entscheiden müsste.

Bin ich dann eher "Blümchenpflücker", weil ich mehr von der Landschaft sehen und die Strecken genießen will, oder zähle ich mich zu den Hasen oder sogar zu den Iron Butts, und will einfach nur Kilometer auf den Tacho spulen, ohne Rücksicht auf Verluste (-> Geschwindikeitsbegrenzung etc...)?

Würde ich als Neuling zum ersten Mal zu einem Treffen kommen, und vor einer solchen Entscheidung am ersten Abend oder am Morgen vor der Abfahrt stehen, wäre die Konsequenz für mich, dass ich beim nächsten Mal nicht mehr komme oder es mir mehrmals genau überlege.

Da ich vorher nicht weiß, zu welcher Gruppe ich mich zählen soll, weil ich die anderen Gruppenmitglieder und deren Fahrstil nicht kenne, ist das schwierig. Wenn ich dann die Entscheidung gefällt hätte, zu den Hasen zu gehen, und mir das Tempo aber dann doch zu schnell ist, muss ich das aber für die nächsten 300km durchhalten und bin am Abend fix und alle. Hierzu nochmal in den Hinterkopf rufen, auch wenn es eine Hasen-Gruppe sein soll: Geschwindigkeitsbegrenzung.

Und das Motorrad sagt nicht immer etwas über den Fahrstil des Fahrers aus.
Es gibt Motorradfahrer, die ihre Maschine (egal ob Naked, Enduro oder Supersportler) voll nutzen, die Pässe oder sonstige geniale Strecken von Spitzkehre zu Spitzkehre hochknallen, vor der Kurve in die Eisen gehen, bis zur Fußraste in der Kurve liegen, und nach der Kurve wieder bis fast in den Begrenzer gehen, um möglichst schnell und "cool" den Pass hochzufahren. Andere fahren die gleiche Maschine, haben aber einen viel entspannteren Fahrstil und fahren das selbe Motorrad vielleicht aus dem Grund des Komforts und nicht aufgrund der Leistungsdaten.

 

Kurzes Zitat aus Post #2 von Elke:

"Eine Gruppenveranstaltung wie diese ist kein Ort für Individualisten, sondern eher für Teamplayer und Gleichgesinnte, die wir ja eigentlich auch sind, oder?"

Womit Sie, finde ich, sehr Recht hat!

 

Genussfahrer oder Pässefresser?

Um kurz auf das Zitat zurückzugreifen:

Wenn ich Solo unterwegs bin, kann ich meinen Fahrstil fahren, wie ich will, es interessiert nur mich, wo mein Tagesziel liegt. Will ich schöne Strecken fahren und die Straßen oder Pässe genießen, oder will ich einfach nur am Ende des Tages sagen: "Ich war heute 450km on the road, habe 6 Pässe befahren und bin jetzt der King of the World."?

Fahre ich in einer Gruppe bzw. verabrede mich, um mit einer Gruppe eine gemeinsame Ausfahrt zu machen, passe ich meinen Fahrstil entsprechend an, um keine Unruhe in die Gruppe zu bringen. Das schlimmste (hab ich leider schon selbst erlebt) ist, wenn einer in der Gruppe ist, der sich partout nicht in die Gruppe einfügt, und immer irgendwie sein eigenes Ding macht, am Ortsende an allen vorbei eine geniale Strecke hochbrettert, und oben schon mit den Hufen scharrend wartet, wann denn die anderen endlich ankommen, um weiter zu fahren.

Im Idealfall ist der Tourguide erfahren und hat schon öfters Ausfahrten mit mehr als 3 Bikes gemacht, und kümmert sich um Tankstops anhand des Bikes mit der geringsten Reichweite bzw. nimmt den leistungsmäßig Schwächsten oder unsicheren Fahrer hinter sich, um das Gruppentempo so zu gestalten, dass derjenige mithalten kann, die Gruppe aber trotzdem in der Gemeinschaft unterwegs ist.

 

Erwartungshaltung

Wenn man das erste Mal bei einem Treffen dieser Art dabei ist, weiß man natürlich nicht, was Einen erwartet.

Ist es ein Club von gemütlichen Fahrern, die sich treffen, um ein paar Kilometer gemeinsam zu fahren und dann Pause zu machen, um Benzingespräche zu führen und dann wieder ein paar Kilometer weiter zu fahren und die Landschaft genießen, oder ist ein Treffen von "Heizern", die sich treffen, um auch gemeinsam zu fahren, aber immer im Grenzbereich des Möglichen von Mensch und Maschine, um alles auszutesten?

Ich kann mir vorstellen, dass es für "Erst-Mitglieder" des nächstes Jahr zum fünften Mal stattfindenen Treffens anfangs komisch ist, sich in eine "bestehende" Gruppe einzufinden, da die meisten, die dabei sind, seit dem ersten oder zweiten Mal dabei waren und sich alle schon kennen.

Aber ich kann von mir sprechen, dass ich beim zweiten KK-Treffen 2016 das erste Mal dabei war und meine eigene Erwartungshaltung durchweg positiv war. Ich freute mich darauf, mit Gleichgesinnten ein paar schöne Tage zu verbringen. Ich kannte von den ca. 20-25 Personen genau 4 Leute. Ich machte mir auch überhaupt keine Gedanken über das Alter der anderen, obwohl mir klar war, dass ich einer der Jüngsten sein werde. Und so war es dann auch abends beim gemeinsamen Essen. Alle haben das gleiche Hobby, alle sprechen über die gleichen Themen und lachen über dieselben Witze, der Altersunterschied ist völlig irrelevant, war nie ein Problem und wird hoffentlich nie eines werden.

 

Auch wenn man sich erwartet, mal etwas schneller fahren zu können, sollte man sich das für solche Zeiten sparen, wenn man alleine unterwegs ist. Bei unbeschränkten Strecken kein Ding, da kann man ja auch zügig fahren. Wenn man aber in der Gruppe unterwegs ist, und der Leader die vorgeschriebene Geschwindigkeit fährt (z.B. in Österreich an einzelnen Pässen 60km/h), sollte die ganze Gruppe das akzeptieren und auch irgendwann mal das Schild mit der Geschwindigkeit gesehen haben. Denn wenn der Leader den Pass in seiner Wohlfühl-Geschwindigkeit fahren würde, könnte diese evtl. auch höher als die Wohlfühl-Geschwindigkeit einiger Teilnehmer liegen, somit reißt die Gruppe auseinander, der Leader hat seinen Spaß, und die anderen müssen schauen, wie sie hinterher kommen, evtl. mit überhöhter Einhol-Geschwindigkeit auf der Geraden.

 

Um kurz auf das Thema Geschwindigkeitsbeschränkung/Gesetz in anderen Ländern zu kommen:

Bif hat es ja in Post #7 schon kurz erwähnt. Die gesetzlichen Vorgaben des jeweiligen Landes, in dem man unterwegs ist, sollten dem Tourguide und evtl. auch anderen Mitfahrern bekannt sein, aber hauptsächlich dem Tourguide. Überholen geht, sollte aber gut geplant sein, bzw. schon vor der Abfahrt besprochen werden, wie überholt wird.

In Deutschland fahre ich meistens X+5 oder X+10 km/h. Dann habe ich meine Maschine unter Kontrolle, sollte mal eine Gefahrensituation auftreten, und die 5 km/h schneller sind meistens noch in der Überschreitungs-Toleranz, die 10 km/h kosten zwar 15€, mit dem man dann aber rechnet und leben kann.

 

Kleiner Auszug aus bussgeldkataloge.eu

Geschwindigkeitsüberschreitung in Österreich: 20 km/h: ab 30 Euro, über 50 km/h: bis 2180 Euro

Geschwindigkeitsüberschreitung in Italien: 20 km/h: ab 150 Euro, über 50 km/h: ab 530 Euro

 

Allein aufgrund dieser Zahlen (mögen sie stimmen oder nicht, ist eigentlich auch völlig egal), halte ich mich in Ländern außerhalb von Deutschland an die Geschwindigkeitsbegrenzung, da ich keine Lust habe, für einmal zu stark am Gasgriff ziehen umgerechnet ein gutes Paar Handschuhe zu verlieren.

 

Tourlänge - Teilnehmerzahl

Zur Tourlänge gibt es natürlich verschiedenste Meinungen. Die einen sagen (wie oben schon geschrieben), auf meiner Uhr müssen am Abend mindestens x-Kilometer stehen. Anderen reichen für eine Tagestour 150-200km aus, da sie einen entspannten Fahrstil haben oder mit ihrer Maschine nicht so schnell oder lange unterwegs sein wollen, weil es dann ungemütlich wird (könnte ich mir bei den Harleys mit Apehanger-Lenker vorstellen). Somit sollte die Tourlänge (wenn mögilch) ein bisschen an die Teilnehmenden angepasst werden.

Wenn ich eine Tour unter Freunden (5-8 Bikes) organisieren würde, und wüsste, dass ein Teilnehmer z.B. eine Harley mit oben genanntem Apehanger-Lenker fährt, würde ich speziell ihn/sie fragen, wie lange die Tour sein darf, bzw., wann Pausen eingelegt werden sollen.

Zur Teilnehmerzahl lässt sich auch verschiedens sagen.

Wir haben es jetzt beim KKT 2018 so gemacht, dass jeder von uns ca. 10 Bikes im Spiegel zu überblicken hatte. Somit muss sich nicht einer um alles kümmern und kann sich auf den zweiten Leader verlassen, der die Strecke auch kennt, und im Falle einer Trennung der Gruppe weiß, wohin er die Gruppe führen muss. Und als Lumpensammler hatten wir dieses Jahr Dieter mit seiner GS und voller Beleuchtung, man wusste immer, wenn was großes helles am Horizont leuchtet, dass die Gruppe beieinander ist.

 

Erfahrung - Fahrpraxis

Sowohl bei großen Gruppen, als auch bei kleinen (Treffen unter Freunden), kann es mal passieren, dass einer oder auch zwei dabei sind, die nicht so oft fahren, weil einfach die Zeit dazu fehlt, oder sie Führerschein-Neulinge sind.

Eine gute Erinnerung habe ich hierbei ans KKT 2016. Meine größte Gruppe, in der ich bisher unterwegs war, hatte ca. 5-6 Motorräder. Da war natürlich Fahren mit 20 anderen schon eine Hausnummer. Meinen Führerschein hatte ich zwar "erst" 3 Jahre, bin aber in dieser Zeit hauptsächlich alleine bzw. mit zwei Bikes unterwegs gewesen. Fahrpraxis habe ich somit schon gesammelt, da ich viel unterwegs war, aber die Gruppendynamik kannte ich noch nicht.

Die Anfahrt zum KKT beinhaltete dann immerhin, dass wir mit 4 Bikes losfuhren, und sich an unterschiedlichen Treffpunkten immer wieder 1-2 Bikes dazugesellt haben. Somit wurde die Gruppe nach und nach größer, und das Gruppenfahren funktionierte immer besser.

Um aber aufgrund des Wissens über die Fahrpraxis Rückschlüsse auf die Tourlänge bzw. die Gruppengröße ziehen zu können, stelle ich mir schwierig vor.

Somit sind wir hier wieder bei dem Punkt: Jeder passt sich an den anderen an, und die Gruppe passt sich an den "Schwächsten" an.

 

Fotostops

Fotostops sind essentieller Bestandteil eines Treffens bzw. gemeinsamen Fahrens. Die Mitglieder treffen sich ja, um unbekannte Gegenden mit den Heimischen zu erkunden und von der Gegend viel zu sehen. Hierzu sind natürlich Fotostops an touristisch bekannten Punkten nicht zu vermeiden, um Erinnerungsfotos zu haben, die man mit dem Treffen verbinden kann. Auch landschaftlich schöne Ausblicke, welche die Gegend aus einer erhöhten Perspektive zeigen (insofern es in der Gegend des Treffens Erhebungen gibt 😉 ) sind für alle Teilnehmenden immer super.

 

 

Ich habe, denke ich, erstmal genug geschrieben, wie meine persönliche Meinung und meine Erfahrungen jetzt nach dem KKT 2018 sind.

Bin auf weitere Meinungen sehr gespannt!

 

LzG Markus


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Markus Volk« (10.06.2018, 22:22)

Hallo Markus,

sehr gut zusammengefasst, dem ist von meiner Seite aus nichts mehr hinzuzufügen.

Danke und Daumen hoch!

Beste Bikergrüße, Michi

 

#12

Bif Tannen

Deutschland

Super Fotos. Danke Bif.

Gruß

Wolfgang

#14

Michael Soll

Deutschland

 Vorschlag zum KKT 2019

Ich könnte mir das nächste KKT im Raum "Bayrischer Wald" vorstellen. Da Pfingsten im kommenden Jahr sehr spät ist und wir auch nicht die Passhöhen des diesjährigen KKT - mit den entsprechenden Wetterrisiken - erreichen würden, sollte der Ursprungstermin eigentlich wieder passen.

Anschließend könnte man für die, die noch nicht genug haben, für die Restwoche eine Rundtour z. b. durch Tschechien planen, wobei man auch noch den Bereich Elbsandsteingebirge, oder einen Ausflug in die Slowakei ins Auge fassen könnte.

LzG

Michael 

Hallo zusammen,

der Vorschlag von Michael klingt erstmal gut. Sollte damit das Thema NORDEN vom Tisch sein?? Ich komme zwar aus dem Westen, könnte mir aber eine Tour in den Norden, dort mit ortskundigen Guides, gut vorstellen. Die anschließende Tour könnte durch die Mecklenburgische Schweiz, an der Ostsee entlang, Rügen, Polen, Spreewald und Harz führen. Sind zwar nicht die Dolomiten, Karawanken oder andere tolle Berge, aber mal etwas anderes und die "Mittel-/West- und Norddeutschen" haben nicht so eine weite Anfahrt.

Nur so ein Gedanke. �

VG Wolfgang

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